Zinbeelden/Satzbilder 1

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Erst wurde gewürfelt, dann wurden Ziffern zugesendet und dann erhielt Juergen aus einem von sechs Büchern einen Satz. Das klingt kompliziert. Aber so war es. So sind die Bedingungen bei dem Projekt „Zingelten, Satzbilder“, das Anja Middelkoop und  Ria Roerdink aus Millingen/NL initiiert haben und an dem Juergen teilnimmt. Er findet das richtig spannend! Er findet das richtig reizvoll. Und er ist in guter Gesellschaft. Näheres findet ihr hier: >>> [Zinbeelden]<<<

Jürgens Satz geht so: „Beckers ging mit weiten Beinen wie ein Seemann zu dem Bauern in der Stalltür; Rebert rutschte zuerst über den Schlamm, dann über den Dreck und folgte ihm. Er hielt seine Tasche in der einen und eine Baulampe aus dem Kofferraum in der anderen Hand. „ (Zoete Mond von Thomas Rosenboom, Seite 69, Satz17).

Und das Satzbild? „Ich habe den langen Satz in seine Wortteile zerlegt, dann neu geschrieben, und schließlich weiter zerlegt. Und übrig blieb eine Short Story.“ Das war es, so Juergen. Und wie das vom Ergebnis her aussieht, seht ihr hier:

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Projekt ohne Namen: „Ein Neuanfang bedeutet… „

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Susanne schrieb: „Ein Neuanfang bedeutet …“

Und Juergen hat vervollständigt mit: „… Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert“

Als Juergen, so sagte er, das Wort „Neuanfang“ las, wußte er sogleich den Rest des Satzes. Nur das Bild dazu fehlte ihm. Das hat er dann gestern gefunden, beim Aufräumen des Schrankes, in dem die alten Druckstöcke lagern.

Das mit dem Neuanfang sei, so glaubt er, eine schöne Hilfskonstruktion, um bei den Dingen, die sich einer Lösung verschließen, voranzukommen.. Aber einen wirklichen Neuanfang könne es ja nicht geben, denn das was war, löse sich ja nicht auf. Es ist noch da. Das Neue ist wahrscheinlich ein veränderter Blick auf das Alte, mehr eben nicht.

 

Susanne und er schicken sich seit November 2016 halb fertige Sätze zu, vervollständigen sie literarisch und zeichnerisch. Juergen benutzt dazu immer Reste von alten Druckstöcken, mit denen er auf billigem Dekopapier drückt und die er zeichnerisch ergänzt.

Hier ein kleiner Einblick in bisher Entstandenes: >>> [ … ] <<<

Sein Satzanfang für Susanne lautet nun: „Wenn ich mit dem Finger schnipse …“

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Über das Schreiben im Blog, die Motivationen und den Sinn und die Ergebnisse

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Er gab mir einen Zettel. Juergen sagte zu mir, dass er Frau R. getroffen habe und dass sie sich im Café am Markt intensiv über das Bloggen unterhalten hätten. Das Ergebnis stehe auf dem Zettel. Ich solle mal ganze Sätze daraus machen und es dann veröffentlichen.

Also:

Satz 1: das Schreiben des Blogs sei Selbstdarstellung.

Satz 2: das Schreiben seines Blogs diene der Präsentation seiner Werke. Der Blog sei sein Schaufenster. Sein Werkverzeichnis sei der Blog nicht. Und die Umsetzung kommerzieller Interessen sei mit dem Schreiben im Blog nicht beabsichtigt.

Satz 3: die Anzahl der Besucher und die Anzahl der Zugriffe auf die Seiten sage rein gar nichts aus über die Qualität der Beiträge. Oder über die Qualität der Kommunikation.

Satz 4: Wer könne eigentlich einen genauen Nachweis darüber führen, in wie weit der Blog die eigene Vermarktung fördere?

Satz 5: das digitale und analoge Leben seien für ihn ein Leben.

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