Marokko: ein paar Bilder

 

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Man drückt auf den Auslöser und im Bild findet sich das Gegenüber wieder. Und wenn man genau hinschaut, sieht man sich selbst. Wer das Fremde fotografiert, fotografiert auch immer sich selbst. Das meinte Juergen gestern zu mir. Wir fahren ja eigentlich  nicht  in die Fremde, um das Andere kennenzulernen. Es ist immer die Fahrt zu sich selbst. Juergen weiss, dass dies eine etwas versponnenen Sicht der Dinge sein kann. Na ja! Meine Unterstützung dabei hat er jedenfalls.

 

die Prinzessinnen und der Prinz gehen und es kommt …

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Susanne fand den Arbeitstitel „die Prinzessinnen und der Prinz“ für das Projekt von Heike, Juergen und ihr selbst nicht mehr ganz so toll. „Sie hat ja recht“, meinte Juergen. Eine „vernünftige“ Projektüberschrift soll nun her: kurz, knapp, sachlich treffend. So Ihre Vorgaben. Und Juergen ergänzte im Gespräch mit Ihr das Ganze um die Kategorie „Humor“. Dann wäre er sehr zufrieden.

Und jetzt wartet er auf Vorschläge von Susanne und Heike und hat die seinen schon im Notizbuch des Handys abgespeichert. Drei Ideen gefallen ihm Momentan – aber das kann sich ja auch schnell wieder ändern: „über was auch immer“, „3 x selbst“ und „aushalten“. Mal schauen, bin gespannt, was die Drei ausbaldowern.

Buchalov

selbst und nicht selbst

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Ein Selbstporträt ist ein Portrait, von sich selbst, klar. Und doch ist man dies nicht selbst, den man da abbildet, sondern man ist ein künstlerisches Objekt wie viele andere, die man im Laufe der Zeit bearbeitet hat. Man tritt in Distanz zu sich selbst. Man ist sein eigenes Objekt und Subjekt zugleich. Spannend! Mehr als spannend!

So Juergen heute morgen zu mir in „Zelle k5“ als wir frühstückten. Bisweilen tun wir dies.

Hier die unfertigen Bilder, die Juergen momentan in diesem Zusammenhang erstellt hat, und die ihren Weg zur weiteren Übermalung zu Susanne Haun und Heike Schnittker finden sollen. Sie alle drei arbeiten nämlich gemeinsam am Projekt „die Prinzessinnen und der Prinz“.

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Selbst vor dem Badezimmerspiegel #1, 2 und 3

Da läuft ein Projekt, bei Susanne Haun. Sie hat Juergen gestern abend lieb und nett gebeten, doch daran teilzunehmen. Er hat abgelehnt, weil es ihm momentan nicht passt und weil er über das, was da entstehen könnte, unsicher ist.  Ich spüre das.

Es geht darum, sich morgens oder abends im Badezimmerspiegel selbst zu zeichnen. Viele tun das und haben Freude daran. Sie zeigen gerne ihre Ergebnisse.

Juergen hat heute morgen das getan, was er momentan eben kann und was leistbar ist: er hat ein Foto von sich vor dem Spiegel im Bademantel gemacht. Und am Frühstückstisch rumgekritzelt. Er hofft nun, dass Susanne zufrieden ist.


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wenn man so verloren im Atelier sitzt

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Wenn er so verloren im Atelier sitze, und nicht so genau wisse, wo er was anfangen solle, dann blättere er sehr oft in den alten Ausstellungskatalogen oder sehe sich Bilder von irgendwem an, wem auch immer. Bisweilen helfe das und er käme aus dem Tunnel wieder heraus. So Juergen heute zu mir.

Ich habe versucht ihm Mut zu machen und ihn daran erinnert, dass er mich ja jederzeit zu sich bitten kann. Ich hätte immer ein offenes Ohr für ihn. Er nahm die Brille ab und nickte.

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