Im Zwickelbüro: erster Tag

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Wenn sich vier Personen treffen und an einem gemeinsamen Thema arbeiten, dann müssen sie sich erst einmal wirklich treffen. Und reden. Und sich beschnuppern. Und etwas zeigen. Oder wild umherdenken. Oder wirken lassen. Und gemeinsam essen. So war es heute. Das Zwickelbüro nahm seine Arbeit auf: heute wurde es geöffnet.

Juergen hat gezeichnet. Wenn er sich einer Sache annähert, dann oft zeichnerisch und fotografisch. Oder klebetechnisch. So auch heute. Morgen will er einige zeichnerische Versuche mit denen er heute unzufrieden war, als Monotypie versuchen.

 

Antje ging forsch zu Werke: Ratz Fatz hing einiges an der Wand, wurde teilweise übermalt und das war der Einstieg. Der Rest waren Versuche auf Papier mit Farbe und Papier um die Zwickelform zu fassen. Sie war sich mit Jürgen einig, dass das Repertoire an Zwickelformen unbedingt erweitert werden muss: Zwickelformen müssen her.

 

Rita hatte vorrecherchiert und brachte Erkenntnisse zum Zwickel im Gehirn mit – was für einige ein gänzlich neuer Aspekt war. Ansonsten ließ sie sich treiben und versuchte einen Weg zum Thema zu finden.

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Und Tobias zog seine Kreise. Er näherte sich den Dingen, indem er sie leise umkreiste, fotokopierte, oder kopierte oder ausschnitt. Er experimentiere, so sein Kommentar.

 

Buchalov

Parzelle 268: #7

Ein paar Zeichnungen und Photos sind in den letzten Tagen noch entstanden. Aber sein Projekt laufe nun langsam aus, meinte Juergen. Die „Parzelle 268“ werde wohl geschlossen werden, denn Ende der Woche gehe es heimwärts.

Buchalov

Parzelle 268: #6

Parzelle, Parcela, Ort, Platz, Stelle: darum geht es. Und um das, was Juergen dort sieht, was ihm wichtig ist, was er wahrnimmt, was er zeichnet: alles, was auf dem Papier landet, geht durch diesen Filter.

Und der Filter, das sind

Motive, die nur auf dieser Parzelle existieren, nichts darüber hinaus

Motive, die eine Verfremdung zulassen oder wünschen

Motive, die zu den schon vorhandenen Formen auf dem Papier passen, auf welches sie gezeichnet werden

Motive, die charakteristisch für diese Stelle sind

Motive, die Juergen nicht übergehen konnte und die ihm nahe sind.

Buchalov

Leporello: Muschelzeichnungen

So, ein paar der am Strand gefundenen Muscheln hat Jürgen auf einen Kultur- Flyer der Stadt Essen gezeichnet – bestimmt für Beate, die so fleißig Muscheln lieferte. Als Leporello.

Und für Lato. Denn das zeichnerische Ergebnis ist Teil des Themenblocks „als Lato das Meer sah„. So hat er sich das gedacht.

Im Atelier in Geldern wird das Ganze noch einmal auf Papier aufgezogen, um die nötige Buchqualität und materielle Festigkeit zu bekommen.

Und ob daraus dann noch mehr wird – wer weiß.

(Jedes Bild zeigt zwei Seiten des Leporellos.)

Buchalov

Parzelle 268: #5

Nach einer Pause von mehreren Tagen, kam dann doch wieder etwas aufs Papier.

Gute und schlechte Energien, der Zauber der Dinge und Das Wissen um hilfsbereite Menschen spukten in Juergens Kopf umher. So sagte er mir. Ob die Zeichnungen dies wiedergeben, weiß er nicht so genau. Aber was soll’s.

Aber: sein Vorhaben „Parzelle 268“ schreite voran und die Mappe füllt sich.

Buchalov

Parzelle 268: #4

Ob der „Parzelle 268″ ein Zauber innewohne, das wisse er nicht so genau. So Juergen.

Petra von PPawlo jedenfalls schrieb dies in einem Kommentar vor ein paar Tagen. Und das hat Juergen gefallen. Ihn hat es überrascht, das das, was er da so tut, einen Zauber, etwas Magisches, beinhalten könnte. Das sei ihm noch nie in den Sinn gekommen. Petra hat ihn sozusagen mit diesem Gedanken auf dem linken Fuß erwischt. Herzlichen Dank, Petra!

Und das Ganze hat ihn inspiriert:

Ob den Dingen eine Kraft, eine Energie, innewohne, sei das, was ihn momentan beschäftige. Wenn dem so sei, habe das ja enorme Konsequenzen für die Wahrnehmung der eigenen Umwelt und fuer die Art und Weise wie mit den Dingen umzugehen sei.

Er grübelt also!

Buchalov

Parzelle 268: #3

Wir haben weiteres Material gesichtet, denn Juergens Untersuchung von „Parzelle 268“ schreitet fort- wenn auch langsamer als gedacht, denn ständig kommt etwas dazwischen, was ihn anderweitig bindet. Bisher ist es mehr eine analytisch – untersuchende Vorgehensweise, die Photos und Skizzen liefert.

„Und wie finde ich mich persönlich in dem Ganzen wieder?“ hat er mich gefragt. Das beschäftigt ihn. Ich konnte keine Antwort geben- noch nicht. Vielleicht hilft ja ein Selbstportrait. Oder Skizzen von Körperteilen.

Buchalov