Winterateliers „ArToll Kunstlabor“

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Seit Anfang Dezember laufen wie jedes Jahr die Winterateliers des >>> „ArToll Kunstlabors“ <<< in Bedburg-Hau.

Und am Sonntagnachmittag sind Juergen und ich dann zum Tag der offenen Tür hingefahren und haben uns angeschaut, was über Wochen so entstanden ist. Und haben den Kontakt gesucht. Und gequatscht. Und Musik gehört, bei einer Tasse schönen, schwarzen Kaffees.

Auf der Rückfahrt meinte Juergen, dass man ja immer dass zuerst sehe, was einen selbst beschäftige, was einem im Moment gedanklich nahe sei. So auch heute. Und ins Auge gesprungen seien ihm die Leichtigkeit der Arbeiten, das Feine, das Filigrane. Für seinen Wunsch das Zweidimensionale seiner Holzschnitte und Scherenschnitte irgendwie aufzulösen, habe er daher auch Inspirationen erhalten. Was wolle man mehr.

Hier das, was uns Beiden besonders nahe gewesen ist:

Nicky Murphy

NN

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Rita Beckmann

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Jacqueline Hanssen

Marlies Lebesque

Sigrid Neuwinger

Buchalov

aus Jürgens Materialkiste #22 – 2017

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In Waldshut-Tiengen hat Juergen im Vorbeigehen an der alten Mühle im Ortskern mal so aus den Augenwinkeln hingeschaut und aus der Hüfte mit dem Handy draufgehalten, und fertig war das Bild für die Materialkiste.

Buchalov

das Herz des Mannes 2

Das Bild eines Herzens sei ein starkes Motiv. Und es sei zusätzlich die Symbolhaftigkeit dessen, was sich dahinter verberge. Zum Beispiel: „all you need is love“.

So jedenfalls erklärte mir Juergen gestern, warum einige Zeichnungen “ zum Herzen des Mannes“ entstanden sind.

Und das mit der Liebe gelte auch nach so vielen Jahren des Gesagtseins immer noch. Tja, der John Lennon.

Buchalov

Die Ergebnisse von heute, kommentarlos.

Dann zeige ich mal, was Juergen heute so fertiggestellt hat. Die Fundstuecke von Beate, die er geschenkt bekommen hat ( ich habe vorgestern berichtet) dienten als Vorlage und Inspiration.

Buchalov

eine OrtsMarke

Vierzehn Tage habe ich nun geschwiegen. Vierzehn Tage haben Juergen und ich nun hier im Oliva-Land gestanden und künstlerisch ist nichts geschehen.Und gebloggt wurde ebenfalls nicht. Es ist in der Zeit schon einiges passiert, aber halt nichts Künstlerisches, eher so Vorbereitendes und Gedankliches zur Einstimmung.

Gestern hat Juergen eine „OrtsMarke“ gezeichnet. Vielleicht bedeutet dies etwas. Ja, ich bin mir sicher, das es etwas bedeutet.

Buchalov

Aha!

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Juergen hat mir ein Blatt zugesteckt. Da hat er so drauf rumgedruckt. Abfall habe ich zuerst gedacht. Aber auf der Rückseite stand Folgendes:

Methoden der Annäherung an ein Thema/ Methoden dr Entwicklung:

Methode zweifertig: Unfertiges wird von Person A an Person B mit dem Ziel der Fertigstellung übergeben.

Methode Dialog: Die Zwischenschritte oder das vorläufige Endergebnsi eines Werkes werden dialogisch besprochen.

Methode Stichworte zeichnen: das Thema liegt vor und es erfolgt eine Annäherung an mögliche  Formen der Umsetzung auf zeichnerischem Wege. Inhaltliche Aspekte des Themas werden zeichnerisch visualisiert.

Methode Variationen: am Anfang steht zum Thema eine zeichnerische Skizze, die weiter verarbeitet wird, es werden Variationen und kleine Veränderungen eingebaut und dies wird wieder kopiert, kleine Veränderungen eingeschlossen usw.

Methode Druckskizzenbuch: ein Blankobook oder ein Kunstbuch (mit eingeweißten Seiten) werden zum Thema mit Zeichnungen gefüllt, diese werden mit Drucken von Restholz ergänzt und in einem letzten Schritt wird dem Ganzen eine zeichnerische Geschlossenheit verliehen

Methode einkreisen: das Motiv, die Idee, der Auftrag liegen vor und werden nun gedanklich, zeichnerisch, fotografische eingekreist. Es zeigen sich rote Linien, die auf Realisierbarkeit geprüft werden können.

Methode trial and error: es wird einfach gemacht. Die Ergebnisse werden als Zwischenschritt begriffen und gedanklich reflektiert. Der Zufall ist fester Bestandteil des Vorgehens. Aus den Zwischenergebnissen wird Neues geschaffen.

Methode Brainstorming: man setzt sich ins stillen Kämmerlein und betreibt ein Brainstorming, das man schriftlich oder zeichnerisch festhält. Die Liste ist Ausgangspunkt der Arbeit.

Methode Kollektiv: gemeinsam wird gearbeitet, die Ergbenisse werden besprochen.

Methode Halbschlaf: im morgendlichen Halbschlaf, kurz vor dem Aufstehen, der Kopf ist noch rein, werden gedankliche Fetzen  zu einem Thema hin und hergewälzt und später am Frühstückstisch in irgendeiner Form festgehalten.“

Aha, habe ich gedacht. Das beschäftigt dich also.

Buchalov