Cap Arcona | wenn einen deutsche Vergangenheit einholt

Und dann stehen Jürgen und ich am Denkmal der Schiffskatastrophe der Cap Arcona zum Kriegsende in der Lübecker Bucht. Das Denkmal liegt auf der Insel Peol im Ort „Schwarzer Busch“.

Ist die deutsche Geschichte auch immer die eigene Geschichte?

Kann einen die deutsche Vergangenheit, die Vergangenheit des eigenen Vaters, der eigenen Mutter, einholen?

Ist man als Deutscher verantwortlich für das, was Deutsche im Guten und Schrecklichem tun oder getan haben?

Mit diesen Frage ist Jürgen auch schon ab und an auf seinen Reisen in Frankreich, den Niederlanden oder England konfrontiert worden – bis hin zu direkten Anfeindungen. Das, was nun am Denkmal im Schwarzen Busch auf Poel zu lesen war, ist eigentlich unfassbar. Die Zahlen und Bilder der durch Nationalsozialisten und Alliierte verursachten gewaltigen Schiffskatastrophe haben ihn sehr beschäftigt.

Hier ein ergänzender Link: >>> [ Cap Ancona ]

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OrtsMarken Poel | Fundstücke werden zu OrtsMarken |

Orte sind voller Geschichten und emotionalem “Gedöns” und scheinbar unentbehrlichen Identifikationen.

Fundstuecke werden an Orten geborgen und tragen den Gehalt der Orte in sich. Vielleicht. Der Gedanke, das dem so sein könnte, dieser Gedanke jedenfalls hat seinen Reiz.

Und Fundstücke werden zu OrtsMarken, wenn Juergen sie zeichnerisch in einen anderen Zustand überführt.

Poel heißt die kleine Insel nördlich von Wismar. Fast Vierzehn Tage waren wir dort, haben die Insel erkundet, haben versucht ihr auf die Spur zu kommen, haben ein wenig fotografiert, ein paar Fundstücke gesammelt und gezeichnet. Alles zusammen ist zu einem Ganzen geworden, von dem ich nach und nach so einiges zeigen werde.

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Hoogen Dyck | Untersuchungen | neun Tuschezeichnungen

Neun Blicke nach rechts und links, auf dem „Hoogen Dyck“, diesem Wirtschaftsweg, diesem Ort, den Jürgen schon seit Wochen untersucht. Zuerst gab es es die Fotos zu sehen. Nun sind es Zeichnungen. Skizzen. Mehr gibt es nicht zu sagen und zu schreiben.

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Hoogen Dyck | das mit den Skizzen nimmt scheinbar kein Ende |

Wenn ich an seinem Zeichentisch vorbeigehe, sehe ich fast immer neue zeichnerische Skizzen zum Hoogen Dyck. Das mit den Skizzen nimmt scheinbar bei Jürgen kein Ende.

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Hoogen Dyck | Skizzen |Endergebnis?

Ich bin gespannt, wann aus den Skizzen auf Restepapier endlich mehr wird. Vielleicht ein paar Holzschnitte. Oder Linolschnitte. Oder Papierobjekte. Oder sind die Skizzen schon das Endergebnis? Noch schweigt Jürgen.

Hier weitere Entwürfe – für was auch immer. Und ich glaube, da entsteht noch mehr.

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Hoogen Dyck notes | Selbstkritisches

Manchmal kommen Zweifel. Manchmal, so Jürgen, frage er sich ja, ob das eigentlich Sinn mache, was er da mache. Und ob die Form stimme. Und ob das die Anderen interessiere?

Da berichte man über den Hoogen Dyck, über einen Wirtschaftsweg am Niederrhein, darüber, was man da so erlebe, was man da sehe, was man kreativ schaffe, was einen so bewege und man wisse, dass es für einen selbst schon eine Bedeutung habe. Aber darüber hinaus? Interessiert Euch eigentlich das, was ich da schreibe und zeige? Ist das zu penetrant? Zu didaktisch? Zu selbst verliebt? Zu sehr erklärend? Oder findet das Euer Interesse?

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