der zweite Schritt: #2 – 2019

Da steht ein Thema an: „der Zwickel“. Zusammen mit Antje. Ein ganzes verlängertes Wochenende lang. Über Karneval. Auch so eine Art von Karnevalsflucht. Sie wollen sich herantasten. Und mit dieser Skizze hat nun die konkrete Umsetzung bei Juergen begonnen.

Buchalov

Strahlenmadonna

Mit Religion hat Jürgen ja nun wirklich nicht all zu viel am Hut. Aber im Kloster Mariengarden/Burlo bei Borken ist ihm im Januar dann wieder ein „kirchliches Highlight“ über den Weg gelaufen: die Strahlenmadonna. Wobei es weniger die Madonna war als vielmehr die Strahlen, die damit verbundene Energie und die Komposition des Motivs, die ihn so faszinierten.

Hier der Googlelink zu diversen Strahlenmadonnen: https://www.google.com/search?q=strahlenmadonna&tbm=isch

Und dort Juergens Skizze („wenn aus einer Strahlenmadonna ein Federball wird“):

Buchalov

Kirkeby war wieder da!

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Kirkeby war wieder da. Bei einer Tasse Kaffee hat er mit Juergen in dessen Atelier in Geldern zusammengesessen. Sie haben in einem seiner Kataloge geblättert und drei Zeichnungen sind dabei zustande gekommen. Juergen war zufrieden. Was will man mehr, wenn einen Kirkeby besucht.

Worte, die Juergen anschließend notierte. Sie seien wichtig, meinte er:

Mellemtid

Sediment

Mäander

Kristall

Schicht

Linie

Wo kommen Sie denn nun her?

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Jürgen saß mir gegenüber und versuchte sich zu erinnern. Wie war das denn nun mit den Netzen und Gittern? Wieso tauchen die in seinem OrtsMarken-Zyklus nun plötzlich auf?

Die Antwort ist einfach. Auf der Suche nach „OrtsMarken“ in Montroig hatte sein Freund Mig mitbekommen, wie Juergen mit gesenktem Kopf übers Gelände schlich und Fundstücke suchte. Und er hatte ihm das gebracht, was ihm vor die Füße gefallen war: ein kleines Plastiknetz und einen Plastikknopf. Und die fanden Eingang in einige Skizzen von „OrtsMarken“. Das Netz sei also auch eine OrtsMarke.

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Und nun begänne dieses Motiv ein Eigenleben zu entwickeln. Das ist eine schöne Erklärung, fand ich.

Buchalov

da kam ein Netzgedicht geflogen

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Da kam aus heiterem Himmel per Mail ein Netzgedicht geflogen. Von Bess Dreyer. Inspiriert durch meinen Blogbeitrag über „Gitter und Netze“.  Und sie schrieb:

im netz des tages

 

fängt sich am piano

operettenkoloratur

der pergamonaltar die marmorgötter

in wissenden gedichten

und dort das zierlich schwarze vögelchen

in trauer liest aus dem gedicht

des verstorbenen oleg jurjews

ehe es eigenes vortragen kann

in dunklem deutsch

mit dringlich fremdem zungenschlag

für kathedralen roms

für orthodoxe bilder

ein konzentrat wie gold

aus horchen folgen wachsam bleiben

 

bess dreyer

31.01.19

 

Bess hat während meiner „Buchalovs Freunde Tour 2018“ , siehe hier: >>> [ … ] <<<,  schon einmal auf einen Beitrag von mir literarisch reagiert. So etwas freut einen natürlich, denn man weiß dann, das man mit dem gesamten „kreativen Ding“ im Netz  nicht alleine unterwegs ist, dass das Spielen mit allem Möglichen Freude bereitet, und dass man andere offensichtlich inspiriert und selbst inspiriert werden kann. Wunderbar! Vielen Dank!

Buchalov

ein Gitter, ein Netz

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Plötzlich sei das Gitter, das Netz, als Motiv hochgekommen. Gitter zu Hauf: in den Drucken, in den Zeichnungen, bei den Skulpturen. Das sei sicherlich kein Zufall, es scheine ihn zu bewegen, ihn zu fesseln. Warum weiß er nicht. Aber Juergen weiß nicht, ob das trägt, ob sich daraus mehr entwickelt. Denn einige der Ergebnisse musste er schon aussortieren. So ein Netz scheint ihm ganz schön kompliziert. Und er will eigentlich thematisch nicht noch ein weiteres Faß aufmachen. Mal sehen, meinte er zu mir.

Buchalov