Hoogen Dyck | vermisst 2 | drawings

Die Fotos, auf denen die nun folgenden Zeichnungen basieren, habe ich hier im Blog schon gezeigt: >>> [ … ] Am Anfang stehen immer die Photos, dann kommt das Zeichnerische.

Buchalov

Hoogen Dyck | das mit den Skizzen nimmt scheinbar kein Ende |

Wenn ich an seinem Zeichentisch vorbeigehe, sehe ich fast immer neue zeichnerische Skizzen zum Hoogen Dyck. Das mit den Skizzen nimmt scheinbar bei Jürgen kein Ende.

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Hoogen Dyck | Skizzen |Endergebnis?

Ich bin gespannt, wann aus den Skizzen auf Restepapier endlich mehr wird. Vielleicht ein paar Holzschnitte. Oder Linolschnitte. Oder Papierobjekte. Oder sind die Skizzen schon das Endergebnis? Noch schweigt Jürgen.

Hier weitere Entwürfe – für was auch immer. Und ich glaube, da entsteht noch mehr.

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Hoogen Dyck notes | Selbstkritisches

Manchmal kommen Zweifel. Manchmal, so Jürgen, frage er sich ja, ob das eigentlich Sinn mache, was er da mache. Und ob die Form stimme. Und ob das die Anderen interessiere?

Da berichte man über den Hoogen Dyck, über einen Wirtschaftsweg am Niederrhein, darüber, was man da so erlebe, was man da sehe, was man kreativ schaffe, was einen so bewege und man wisse, dass es für einen selbst schon eine Bedeutung habe. Aber darüber hinaus? Interessiert Euch eigentlich das, was ich da schreibe und zeige? Ist das zu penetrant? Zu didaktisch? Zu selbst verliebt? Zu sehr erklärend? Oder findet das Euer Interesse?

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I have never been in the Altes Wasserwerk before | wo ist hier die Zukunft? | +4

Vorgestern war Sonntag. Das Projekt im Alten Wasserwerk ist am Sonntag beendet worden. Ein guter Tag, denn Montags beginnt ja die Woche. Die Nachbereitung wird Jürgen wohl in den nächsten Tagen abwickeln. Alles muss gesichtet werden, geordnet werden, untersucht werden. Und dann soll es seinen Weg in ein selbstgebundenes Buch finden, eine Sammlung von Zeichnungen und Fotos, unsortiert, wild, bruchstückhaft, offen.

Sammeln, dokumentieren, zeichnen, fotografieren: das ist das eine. Eine Stichwortliste soll Jürgen bei der Klärung der Frage helfen, wie seine Beziehung zu diesem Ort nun aktuell aussieht. Die Stichworte sind: Vertrautheit, hell und dunkel, zeitlos, Spuren und Geschichten, abgenabelt, remember, hat das Gebäude eine Zukunft?, Funktionalität, genug, wohin habe ich mich verändert?, Körperlichkeit, wo sehe ich die Zukunft dieses Ortes?, überwuchern, umspannen, groß.

Er habe nun vier Tage hier den Raum belebt, in ihn hineingehört, einen Raum, der ihm bis vor zehn Jahren ungewöhnlich nahe gewesen sei. So Jürgen. Und jetzt? Wie gehe es writer? Was bringe die Zukunft? Wie sei die Beziehung? Passiere zwischen ihm und dem Ort bald mehr?

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I have never been in the „Altes Wasserwerk“ before | Bauch und Kopf und Hand | +3

Vorgestern war Samstag und zweimal hatte der Starkregen am Abend vorher zugeschlagen. Spuren waren im Alten Wasserwerk direkt nicht zu sehen. Obwohl alles ja Spuren hinterläßt. Im Gebäude war es nasskalt. Jürgen hatte einen selbstgemachte Kartoffelsalat mitgebracht, und die Anderen Salate, Brot, Aufstriche. Das war der Bauch.

Jürgen hat an den Zeichnungen von Freitag weitergearbeitet, sie vervollständigt und versucht, einiges in eine vom Wasserwerk losgelöste Form zu bringen.

Neue Zeichnungen sind auch entstanden, die sich mit Erinnerungsstücken beschäftigen, Gegenständen, die er nun nach Jahren der Abwesenheit von diesem Ort wiedergefunden hat und die er mit den Möglichkeiten von heute zeichnerisch umgesetzt hat. Ich fragte ihn, ob das im Blick nach hinten oder nach vorne geschehe? Alte Geschichten und Blicke bringen einen ja nicht unbedingt weiter, wahrscheinlich nur dann, wenn sie in die Zukunft transferiert werden.

Zwei Falt- bzw. Klebeobjekt gab es auch.

Das war der Kopf und die Hand.

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I have never been in the “Altes Wasserwerk” before | Eindrücke | +1

Klein ist der Zeichentisch. Und mobil. Und leicht. Zwischen die Holzkuben gestellt hatte Jürgen dort seinen Arbeitsplatz gefunden im Alten Wasserwerk von Wachtendonk. Es war sein erster Tag gestern, daher +1.

Am Anfang waren die Fotos. Im Gebäude umherstreifen, sich einfangen lassen von Motiven, Auffälligkeiten, der Erinnerung an alte Zeiten, an Typisches des Ortes, an Spuren. Es war wohl ein sich treiben lassen, ohne erkennbares Ziel, auf den Zufall hoffend. Und der kommt ja immer vorbei. Aber seht selbst.

Und danach entstanden dann die ersten Zeichnungen, mit Tusche auf Restepapier, grob, schwungvoll, spontan, alles hat Wertigkeit, alles geht, Zack Zack. Die Nachbearbeitung kommt dann später. Das Ordnen und sortieren ebenfalls.

Eine Faltung durfte allerdings nicht fehlen, sonst wäre der Tag unvollkommen gewesen.

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I have never been in „the Altes Wasserwerk“ before | vier Tage Projekt

Das ist natürlich Quatsch. Jürgen war mehr als oft im Alten Wasserwerk von Wachtendonk und hat dort sogar schon genächtigt. Denn Juergen zählt zu denen, die das Alte Wasserwerk vor dem Abriss gerettet haben. Und mit künstlerischem Leben in Form von Ausstellungen bzw. als Studio mit vielen Menschen füllte. Lang, lang ist es her.

Und jetzt sind Juergen und ich wieder an an diesem Ort : die Künstlergruppe „MachArt“ ist eine Woche im Gebäude zugange und Juergen darf dabei sein. Er realisiert ein Foto- und Zeichenprojekt. Und genau dieser Titel da oben gefiel ihm. Es sollen Bilder aus dem Alten Wasserwerk werden, nach zehn Jahren der Abwesenheit. Mal schauen, was sich an Altem neu finden läßt und ob die Inspiration des Ortes noch wirkt.

Zuerst gibt es diese Photos hier – kurz bevor alle den Raum belegt haben:

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„Hoogen Dyck notes“ | einige Skizzen

Das hier ist die erste Tuschezeichnung zum Hoogen Dyck, im Januar entstanden. Weitere sind nun gefolgt.

Die Tuschzeichnungen sind der „Ratz Fatz zweite Schritt“ und zeigen etwas von dem, was so links und rechts von diesem Wirtschaftsweg, mit dem sich Jürgen beschäftigt, auffällt. Noch sind die Zeichnungen wild und wenig glatt gebügelt. Noch entstehen sie durch das grobe Abzeichnen von Photos. Noch dienen sie dem Einstieg, der Suche nach einem gedanklichen Faden, der entwickelt werden kann. Qualitativ Gutes und Schlechtes liegen noch dicht beieinander.

Wenn die gedankliche Linie steht, also das, was das Projekt inhaltlich zusammenhält, der Gehalt sozusagen, dann ist das erste qualitative Standbein geschaffen worden. Des Weiteren muss dann jedes Bild, jedes Werk für sich, im einzelnen qualitativ überzeugen. Dann werde aus dem allen ein Ganzen, so Jürgen: ein Projekt, das Tiefe habe. Er sei auf einem guten Weg.

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