Schlagwort: Video

  • etwas zu sich nehmen

    Juergen hat mich angerufen und wir haben uns in meiner Garage getroffen. Er hat mir von seiner Idee mit „hinein“ erzählt. Das ist der Arbeitsttitel seines neuen Projektes, in dem ich eine zentrale Rolle übernehmen soll.

    Jürgen war in der Oper und hat den „Liebestrank“ von Doniceti gesehen. Diese Oper hat inhaltliche Bezüge zu „Tristan und Isolde“ und zum „Surium Projekt“ des letzten Monats, wo es um den süßen Stoff ging, den wir Menschen zu uns nehmen. Und Jürgen hat von den Tabletten erzählt, die er nehmen muss, um seinen Körper zu stabilisieren. Damit meint er, wäre er im neuen Thema.

    Es geht ihm in diesem Projekt um die Dinge, „die wir zu uns nehmen“. Juergen skizziert momentan fleißig mit seinem iPad. Er stellt auch viele Überlegungen an und redet darüber, weil er noch keinen Plan hat. Über den Dialog will er den roten Faden finden.

    Es wird wohl ein Film werden. Und ich soll die Hauptrolle darin spielen. Irgendwie.

    Buchalov

  • Flut an Videos

    Was an Druckgrafik fehlte, was an Zeichnungen verschwunden scheint, fand sein Gegenstück in der Vielzahl der  Videos auf dieser Biennale. Es fiel mir allerdings von Tag zu Tag schwerer, in die dunklen Räume einzudringen, in denen sie gezeigt wurden und in denen man nicht weiß, über was man stolpern könnte und wo der Auusgang ist. Es fiel mir immer schwererer mich in die dort gezeigten Filme hineinzuversetzen, denn nie habe ich ein Video am Anfang erwischt, nie wußte ich wie lange sie dauern, immer war es schwierig den Inhalt ganzheitlich zu erfassen. Nur an den Videos, die wie im österreischichen Pavillon in helleren Räumen gezeigt wurden – und dieses Video war wirklich fesselnd in der Darstellung der Menschen in einer alten Fabrikhalle oder Schwimmbad mit ihren Verrenkungen, entstanden aus der Auseinandersetzung mit dem Raum -,  nur an denen hatte ich meine wirkliche Freude.

    Der Tagebucheintrag lautete:

    VIDEO

    SOLCHE / SOLCHE

    Hier der Link zu meinen bei Youtube eingestellten Videos: >>[…]

  • suchen und finden

    Wer reist sucht. Und findet sich vielleicht in Teilen selbst. So auch bei meinem Besuch zur Biennale in Venedig.

    Und wenn man schaut, focussiert man sich zuerst auf das, worin man sich selbst wiederfindet, was zur eigenen Lebenswelt gehört. Also habe ich die Zeichnungen gesucht, die Videos und das Grafische- also die Themen, die sich mit meinem Selbst und meinem Sein beschäftigen.

    Die Sparte Zeichnungen/Skizzen habe ich so gut wie nicht gefunden. Sie kamen nicht mehr in dieser Form des Ausstellungsbetriebes auf der Biennale vor. Es gab eine Ausnahme: in der zentralen Ausstellungshalle des Arsenals fand sich eine kleinere Installation mit beamerprojezierten Zeichnungen..

    An dieser Stelle sei auch der Hinweis auf meine Zeichnungen aus Venedig erlaubt.

    Das Gleiche gilt für das Druckgrafische. Franz West zeigte zwar ein provokantes Exponat – Mann und Frau zerstören ihre Geschlechtlichkeit während des Aktes: das wars. Mehr war  nicht zu finden und ich habe intensiv geschaut.

    DasThema „Gesellschaft“ allerdings fand ich in einer mich anspringenden Form im Pavillon der Chilenen. Aber nur dort und echt und  direkt und radikal und im Mix der Stile, Schwerpunkt Video. Das hat mich berührt und bis heute gedanklich beschäftigt.