XYZ-Woche: der achte Tag ist der, an dem etwas vorläufig endet.

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Finden die Dinge ein Ende? Natürlich. Aber vielleicht ist es tröstlich zu glauben, dass alles Teil eines die Dinge umschließenden großen Bandes ist und jedes scheinbar abgeschlossene Ereignis nur ein Abschnitt auf diesem Band darstellt. Die Dinge enden also nie.

Dennoch: ein vorläufiges Ende ist auch erst einmal ein gefühltes Ende. Dagmar hat heute weiter an ihren großen „Ritzbildern“ gearbeitet und sie beendet. Und Juergens Skizzen, entstanden aus der Untersuchung von Fundstücken, hat er heute bis auf zwei vollkommen umgesetzt. Zwei Papierobjekte sind auch noch entstanden. Beide sind zufrieden. Und stolz!

Ein paar Photos vom vorläufig letzten Tag, wobei schon Nachfolgetermine in der Planung sind, zeigt diese Photostrecke:

Überhaupt die Wand. Eine Wand ist eine Wand und dann doch keine Wand. Sie ist zum Zentrum geworden, sie zeigt die Dynamik, sie wuchs rhizomartig, was ja auch die Absicht von Juergen war, und sie ist die Präsentation des Gesamtergebnisses. Sie ist die Ausstellung. Eine weitere Ausstellung ist nicht angedacht. Jedenfalls im Moment nicht. Dafür liegt vielleicht auch zu wenig Material vor, obwohl der Blick auf die Wand die Dichte des Arbeitens schon wiedergibt. Vielleicht wandert die Wand aber auch im Januar nach Viersen, zu Dagmar. Mal schauen!

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Aber eine Edition soll es geben: Zwei oder vier kleinere Arbeiten sollen in einer Box ihren Platz finden. Das wollen die Beiden aber erst realisieren, wenn sie etwas Abstand zu ihrem Projekt gewonnen haben. Es geht um den zweiten Blick auf die Dinge – nach einer geraumen Zeit halt.

Buchalov

 

XYZ – Woche: der siebte Tag ist der, an dem Juergen über Energie nachgedacht hat!

 

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Gestern geschah es, dass ich Juergen sah, wie er nach einer spontanen Idee in seinen Druckraum stürmte und diese Idee mit großem Elan, fast schon  eruptiv, umsetzte. Es sei die Energie, die er habe mitnehmen wollen, und die einfließen sollte in sein Tun. Man sehe das den Ergebnissen an, wenn er mit Macht in sie hineingewirkt habe. Meinte er.

Und dann sei da noch das, was Gerda angesprochen habe, gestern in ihrem Blog (s. hier >>> [ … ] <<<) : die persönliche Stimmung oder Befindlichkeit bestimme auch vieles. damit sei nicht der so oft verwendete Begriff der Muse gemeint. Den Kunst machen sei Arbeit und habe auch mit Disziplin zu tun. Nur zu arbeiten,wenn die Muse einen führe, das sei Unsinn. Aber die persönliche Stimmung wahrnehmen und dann das tun, was da möglich sei, wissend um die eigene Befindlichkeit, das sei, neben dem einbringen der Energie, das, was bedeutsam sei.

Dagmar hat heute weiter an den Collagen gearbeitet und ihr Fundstück „Schneidebrett“ als Monotypie abgebildet.

Die Farbe Schwarz bekam bei Juergen besondere Bedeutung. Er behauptet immer, dass sie den Drucken die notwendige Tiefe gebe. Ohne diese Farbe wirken sie flach. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Fertiggestellt hat er heute einiges:

Juergen meinte auch zu mir, dass er es schon toll finde, mit welcher Energie, nicht explosionsartig, aber langsam abgebend, Dagmar im Prozess voranschreite. Und wieviel Energie sie über die Jahre in ihre Vernetzung eingebracht habe. Dagmar sei deshalb verdammt gut aufgestellt.

Beim Nachdenken darüber, welche Überschrift die „XYZ-Woche“ bekommen könne“, sei ihm die Wandcollage eingefallen: „die Wand“, das sei ein schöner Titel, glaube er.

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Buchalov

mal wieder die Wand …

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Vorher – nachher: Jürgen weiß oft gar nicht mehr, was vorher war, wenn er so seine Wand anschaut. Aber so steht sie im Moment vor ihm, das genügt.

Und morgen ist ein neuer Tag!

Buchalov

BFT 2018: die Edition

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BFT, das ist die Abkürzung für die „Buchalovs Freunde Tour“. Zur Fahrt im August eines jeden Jahres gab es auch für 2018 eine Edition. Sie ist nun nach Wochen fertig geworden, in einer Auflage von vier Exemplaren. Sie hat den Titel „BFT2018 remember“. Es habe  sich ganz schön gezogen, meinte Juergen. Und es sei 2019 geworden. Aber das sei diesmal den Inhalten zuzuschreiben. Es habe so vieles gegeben, das rückblickend von Interesse gewesen sei, das ihn bewegt habe und aufgefrischt werden musste. Drei Stationen habe er letztes Jahr angefahren: Heike in Paderborn, Ulli in Sallneck und Juergen in Zweibrücken. Und den Dreien werde er die Edition in den nächsten Tagen als kleines Dankeschön zusenden.

Er wisse, dass diese Vorgehensweise – Fahren im August, Aufarbeitung im Winter – ihn dazu zwinge noch einmal aus der zeitlichen Distanz im Jetzt Rückblick zu halten. Er wolle das so. Und vertiefe dabei so vieles. Besonders die emotionale Verbundenheit und Vertrautheit mit seinen Gastgebern sei dieses Jahr so intensiv gewesen.

Und an seiner Wand im Atelier hängen rhizomartig all die Ergebnisse seiner „rückwärtsgewandten Reise“, all die Ereignisse oder Eindrücke, die während der Fahrt dominant gewesen seien. Sie wurden im Laufe der Zeit rundgeschliffen und übrig bleibe wirklich nur das, was Bedeutsam gewesen sei. Und das habe dann seinen Weg in die Edition gefunden.

Seine Planung für die Fahrt im nächsten Jahr hat er auch schon begonnen. Es werden zwei Fahrten werden, eine im Juni und eine im August. Im Juni wisse er noch nicht, wohin es gehen soll. Die Ostsee reize ihn. Im August fährt er in Richtung Berlin, zu Susanne Haun. Aber man müsse ja nicht auf direktem Wege dorthin fahren. Er würde schon gerne unterwegs Kontakte aus dem Netz und aus der Blogarbeit anfahren, die auf der Route liegen, oder nördlich und südlich davon. Wer ähnlich denke, den besuche er gerne, bitte melden.

Buchalov

und mal wieder die Wand …

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Also: bei Betreten des Ateliers werden als erstes eine oder mehrerer Tuschezeichnungen erstellt.

Dann gehe es erst richtig los. Oft sortiere er auf dem Tisch Dinge, schleiche durchs Atelier und suche und finde, was auch immer, arbeite an den Dingen, die er sich vorgenommen hat, gehe zu seiner Wand, nehme Dinge ab, setze Bilder hinzu, finde irgendetwas und bringe es dort unter, sitze mit einer Tasse Kaffe vor seiner Wand, lasse seine Ateliergäste darauf schauen und lasse sich erzählen, was sie sehen, was ihnen auffalle, schreite die Wand ab, überlege manchmal, ob er die Löcher zuschmieren solle, die ihn anschauen, sitze da und trinke Kaffee, schaue hin, schaue weg, finde mal wieder etwas, und und und. Aber es gehe in diesem Falle immer um die „Buchalovs Freunde Tour 2018“.


Beim Betrachten seine bestückten Wand würden  ihm immer Dinge aufgehen. Immer! Zum Beispiel die Farbgebung. Oder wie die Dinge über die Fläche verteilt seien. Ob sich einiges doppele. Oder ob es Stellen gebe, die gebrochen seien. Oder etwas hänge, was nun wirklich nicht dahingehöre.

Und dann fotografiere er sie immer wieder ab, wegen der Dokumentation der Zwischenschritte . Oder er filme sie.

Sie sei Rhizom, sagte Juergen heute morgen. Sie wachse mit der Zeit und den Fortschritten in der parallellaufenden Arbeit. Überhaupt sei ja alles Rhizom: das Thema „BFT 2018 remember“, die Vorgehensweise, die Präsentation des Ergebnisses.

Jetzt, wo er drüber nachdenke: die Wand sei ein eigenständiges Werk. Na ja!

Buchalov

die Wand

Und damit schließen wir das Jahr 2018 ab, Juergen und ich. Mit der Wand. In seinem Atelier. Vor der wir momentan stehen und glauben, dass dies als Jahresabschlussergebnis ganz passabel ist. Wie so vieles andere in 2018. Wir sind sehr zufrieden.

Wir wünschen Euch alles Gute im Neuen Jahr.

Juergen und Buchalov

die Wand

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Wir waren ja die letzten Tage des Öfteren in Juergens Atelier und  da darf die eine Wand, links vom Eingang, in seinem großen Raum nicht unerwähnt bleiben. Das ist „die Wand“, so sagt er immer. Juergen bezeichnet damit den Ort, an dem er immer aufhängt, was er so produziert. Und dann sitzt er davor und schaut. Und denkt. Und verändert. Die Ort ist wohl ein „Zwischenort“, glaube ich.

Momentan hängen die zwei Werke zu „Latos Stille“ dort und warten auf irgendetwas.

Buchalov