Kreis Klever Kultourtage | Ausstellung „Traumfänger + Traumtänzer“ im Wasserturm in Geldern | 17.- 25. Mai 2025

Jürgen war mit dabei: Ein Turm der Hoffnung mit einigen Hoffnungsstäben und der Zeichnung einer Person, die den Traum vom krebslosen Leben träumt. Das war sein auszustellendes Exponat.

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Rapport

Juergen war heute am Wasserturm in Geldern, zum Abschluss des 13. Turmstipendiums. Er war Teilnehmer bei der Aktion „abwesende Objekte“ von Ieke Trinks und hat sein Objekt zurückerhalten.

Seine Erfahrungen hat er in einem Rapport festgehalten: >> bitte hier klicken>>.

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morgen oder danach

Juergen war zur Ausstellungseröffnung der Turmstipendiaten am Wasserturm in Geldern. Über die beiden Künstlerinnen Ieke Trinks und Susanne Ludwig habe ich ja schon berichtet.

Juergen meinte, dass er schnell das Weite gesucht habe und sich in den nächsten Tagen in Ruhe die Räume mit den Exponaten noch einmal ansehen werde. Einfach zu viele coole Gäste heute, einfach zu viel Sarkasmus und Ironie und zu wenig Normalität in den Gesprächen mit anwesenden Künstlern. Einfach zu viel Routinen im Ablauf der Veranstaltung. Zuviel unechte Empathie und Schauspielerei. Rollenspielerei eben. Und einführende Worte die nervten, weil aufgesetzt improvisiert. Und er selbst sei heute auch sehr dünnhäutig gewesen.

„Und die Kunst der beiden Stipendiaten? Ihre Werke?“, habe ich gefragt. „Morgen oder danach“, sagte Juergen. „Dann werde ich noch einmal genauer hinschauen. Der zweite Blick eben.“ Die Ausstellung gehe ja noch bis zum 16. September. Für heute müssten die Schnappschüsse  genügen.

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Einladung zur Ausstellung

Ieke Trinks war gestern bei Juergen im Atelier. Sie ist eine der Stipendiatinnen beim 13. Gelderner Turmstipendium. Ich hatte schon einmal davon berichtet. Ieke kommt aus Rotterdam und hat bei Juergen etwas für Ihre Aktion „abwesende Objekte“ abgeholt. Bis zum 16. September wird er wohl auf die Verwendung dieses Objektes verzichten – vertraglich verpflichtet – und in einem Rapport später berichten, was das mit ihm angestellt hat.

Heute hat er sie besucht, am Wasserturm. Sie haben geredet, in einem Mischmasch aus Deutsch, Holländisch und Englisch und er hat sich alles vor Ort zeigen lassen. Er war neugierig. Ich habe Juergen begleitet.

Am Sonntag, 02. September, um 11 Uhr ist die Ausstellungseröffnung des Turmstipendiums. Ieke hat gebeten, dies allen zu sagen und jeden herzlich einzuladen. Was ich hiermit tue.

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Turmstipendium

Das Turmstipendium in Geldern am Wasserturm ist gestartet. Und Juergen war beim Vorstellungsabend der Stipendiaten dabei. Ich fragte ihn, wie es gewesen sei und er sagte:“Na ja!“ Mehr sagte er nicht.

Aber dennoch ist er sehr interessiert und wird sich dort wohl öfter mal sehen lassen. Denn auf die Menschen und ihre Ergebnisse ist er schon neugierig. Die beiden Stipendiaten Susanne Ludwigs und Leke Trinks haben sicherlich einiges, was anregt und inspiriert.

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Selbstbildnis 2

Ich habe Juergen heute am Alten Wasserwerk gesprochen und er erzählte von seinem Besuch am Wasserturm in Geldern. Dort werden momentan die Selbstbildnisse gehängt.

„Na ja, beim erster Rundblick sieht man die Künstlerkollegen, die man von Angesicht zu Angesicht schon kennt und jetzt hängen sie an der Wand oder stehen im Raum und schauen einen an“, sagt er. Das sei mal was anderes. Es sei eine sehr aufgeräumte Ausstellung – klar gegliedert, White – Cube – mässig eben.

Den zweiten und dritten Blick habe er sich fürs Wochenende aufgehoben, wenn er noch einmal nach Geldern hinfahre, um in die Tiefe gehend zu schauen, um genauer hinzusehen, sagte Juergen.

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Blick nach Innen

Manchmal gehe ich in Geldern zu PB in die Karmeliterstrasse. In sein Atelier. PB ist eine kreative Größe vor Ort hier in Geldern. Mit Ideen, Einfluss und Engagement. Und Herz. Sein Kernprojekt ist der Wasserturm.

Gestern, oder war es vorgestern, gab es  einen Kaffee und sogleich legte P, wie es so seine Art ist, los. Diesmal über die Ansammlung der Kästen an seiner Wand, gefüllt mit Gegenständen, die andere entsorgen und die er in die Bedeutsamkeit zurückführt. Beuys ist ihm sehr nahe.

Er wolle da was über sich herausbekommen, sagte er. Und er erzählte fleißig von diesem Prozess und was das mit ihm macht und wie das auf andere wirkt und was ihm wichtig sei und wo er noch ungenau wirke und warum er diese Form der Ästhetik gewählt habe und dass er noch nicht am Ende angekommen sei und dass das Ganze sich nicht auf ein konkretes Ausstellungsprojekt bezöge und so weiter.

Kunst als das Ergebnis des intensiven Blickes in sich hinein. Das blieb hängen. Das gefiel mir.

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die Macht der Improvisation

Zuerst dachten wir, es sei die Macht der Improvisationsmusik, die uns massiv berührt habe. Denn Roland Graeter, Martin Lersch und Frank Preuss gaben im Wasserturm von Geldern am Bahnhof  vor erlesenem Publikum ein tolles, wirklich tolles einstündiges Konzert der Improvisationsmusik – im Rahmen des Musikmarathons, den Roland Graeter  in ganz Deutschland bis zum Ende des Jahres realisiert. Ein Superprojekt, mit ganzem Einsatz, nur von Spenden realisiert.

Aber als das dumpfe Geräusch anhielt und der Turm deutlich erzitterte und leicht wankte, da war uns klar: das ist ein Erdbeben. Und es war ein Erdbeben, 4,5 auf der Richterskala wie hete morgen in der Presse stand..

Wie sagte ein Zuhörer anschließend: Die Musiker hätten sich doch etwas zurücknehmen sollen.

Jürgen

waiting for louise

Juergen hatte mich mitgenommen:  „waiting for louise“ spielten gestern am Wasserturm in Geldern – im Rahmen des Turmstipendiums von Elaine Vis und Heidi Sincuba gaben sie ein Konzert im Eingangsbereich des Turmes. Michael Mann und seine Mannen spielten im kleinen Rahmen melodisch Selbstgestricktes aus der „Folk – Pop oder Pop – Folk Ecke“.

Der Band gelang dass, was man im optimalen Anspruch erreichen kann: die Zuhörer  nahmen großen Anteil am Spiel. Miterleben meint ja einmal das emotional – atmosphärische Teilhaben und zum zweiten das inhaltliche. Ersteres gelang mit Sicherheit, denn die Musik überzeugte im Arrangement und in der Darbietung. Die Texte, die wie in den Übereltungen deutlich wurde, der Band sehr wichtig waren, da sie Schnippsel aus dem Leben von Michael Mann als Songschreiber wiedergaben, setzten schon einiges an englischer Sprachfertigkeit voraus, um voll erfasst zu werden. Aber das tat dem gesamten Erleben keinen Abbruch: das Feeling stimmte, Band und Publikum fanden zueinander.

Es war ein sehr langes, mehr als zwei Stunden dauerndes, von langen Überleitungen geprägtes Konzert. Da ging bei manchen Zuhörer der Spannungsbogen verloren und die Aufnahmefähigkeit kam an Grenzen. Aber dennoch: es war ein Musikerlebnis mit Abtauchen im Harmonischen der Akustik.

Überhaupt: interdisziplinäre Ansätze finden immer mein  Interesse, das sie mit gegenseitiger Bereicherung verbunden sind. Bin gespannt, ob sich das Musikalische in den darstellenden Arbeiten der beiden Stipendiatinnen wiederfindet?

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