es ist festhalten und loslassen

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Juergen und ich werden eine Pause einlegen. Der Winter war lang genug. Wir sind die nächsten Wochen  mit dem Wohnmobil unterwegs.

Und wenn wir unterwegs sind, sind wir unterwegs: ungebunden, neugierig, hungrig auf alles. Die Grenzen setzt der eigene Körper. Reisen soll ja bilden. Was es sicher auch tut. Glaube ich. Auf Reisen spürt man sich selbst stärker, merkt, das man noch lebt, ist gefordert, muss organisieren, im Kleinen planen, sich öffnen. Die eigene Welt wird kleiner, aber intensiver. Es ist körperlich und es ist geistig. Es ist Bewegung und Ruhe. Es ist festhalten und loslassen. Und es ist abwechslungsreich, nicht statisch.

Vielleicht werde ich ich ab und an von unterwegs etwas im Blog veröffentlichen. Ich glaube schon, dass dies funktioniert. Aber verlassen dürft ihr euch nicht darauf.

Und ich weiß, weil es bisher immer so war, dass ich mich auch wieder auf Euch und die Themen freue, wenn ich aus der Pause zurück bin. Von daher: bleibt gesund, bleibt im Gleichgewicht und laßt es Euch gutgehen. Bis bald!

Buchalov

das Fahren im Wohnmobil

Juergen und ich haben Rückblick gehalten: ein halbes Jahr haben wir dieses Jahr im Wohnmobil, unserem mobilen Atelier und Haus, gelebt – zuletzt an Spaniens Küste.

Und Juergen meinte:

Das Leben im Wohnmobil sei auf jeden Fall auch ein kreatives. Es werde gezeichnet, fotografiert, getextet, geklebt, geschnitten, gesammelt, gebastelt und und und. Und aus der Distanz zum heimischen Atelier würden Konzepte auf den Prüfstand gestellt und weil nun der Abstand vorhanden sei, werde auch manches klarer.

Das Leben im Wohnmobil sei schon etwas Besonderes. Aber es sei auch nichts Außergewöhnliches.

Der Raum in dem man lebe, sei oder werde klein. Und wenn es regne, werde er sehr, sehr  winzig. Man beschränke sich auf Weniges. Das Überflüssige, der Ballast entfalle. Gut so!

Das Leben sei nun plötzlich ein sehr überschaubares und nur noch wenige feste Abläufe hielten es zusammen.

Kommunikativ und offen sollte man schon sein, denn ohne die Anderen um einen herum gehe es unterwegs nicht.

Die Eindrücke von Menschen und Orten seien viele, oft gewaltig und einzigartig, manchmal flüchtig. Das Fremde springe einen ständig an und man solle sich schon darauf freuen. Und sie  seien  zu verarbeiten. Man benötige während der Fahrt daher Ruhepunkte.

Die Neugierde treibe einen nach vorne und in die nächsten Orte, Tage, Landschaften. Und zu den Menschen.

Das Unvorhergesehen lauere überall und verlange nach Flexibilität.

Planung sei fast alles, aber eben nicht alles. Sich treiben lassen sei mehr.

Und wenn man loslasse, in sich hineinhorche, finde sich der Rhythmus fast wie von selbst.

Buchalov

unterwegs

IMG_1675Wenn Juergen in seinem Wohnmobil unterwegs ist, erstellt er vor Ort stets kleine Aquarellzeichnungen, die anschließend in den kalten Wintermonaten in „Zelle k5“ digital zu Collagen verarbeitet werden. Juergen hat mich gebeten, da er momentan in Kroatien an der Küste entlangfährt, einige Ergebnisse vom letzten Jahr – ebenfalls aus Kroatien- in den nächsten Tagen hier zu zeigen.

Buchalov

über das Reisen

IMG_8411Juergen und ich haben uns gedanklichen Bälle zum Thema „Reisen“ zugespielt. Wann? Gestern im Atelier „Zelle k5“. Also:

Banal und simpel: man komme nie so zurück, wie man abgefahren sei.

Auch klar: in der Fremde wird man auf sich selbst zurückgeworfen.

Und fast schon trivial: wer reist, hat etwas zu erzählen.

Dann eine Binsenweisheit: reisen verändert.

Oder: durchs das Reisen verändert sich der Blickwinkel.

Und natürlich der Klassiker: reisen bildet.

Und nicht zu vergessen: das Reisen und der Aspekt der Sicherheit gehören eng zusammen.

Buchalov