Zwischenschritte

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Juergen bat mich heute, drei Bilder von den Zwischenschritten seiner aktuellen Arbeit zu zeigen. Das sei manchmal ja auch ganz interessant. Tue ich von daher gerne.

Morgen, so meinte er, mache er weiter mit seinen „Horchgeräten“ und dem Druck der Holzschnitte.

Buchalov

etwas Neues entsteht

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Juergen hat über die Tage nicht die Nerven verloren – es lief nämlich im Arbeitsprozess nicht so gut, wie er es erhofft hatte –  und er hat an seinem Thema weiter „herumgeprasselt“: an Latos Horchgeräte von denen es bisher nur zeichnerische Skizzen gab, und die nach anderen Ausdrucksformen suchen.

Gestern sah ich im Vorbeigehen obiges Blatt, das wohl noch wachsen wird.  Etwas Neues entsteht.

Und was uns zudem wichtig ist: Wir Beide wünschen allen von Herzen einen guten Übergang, Gesundheit, Kraft, Liebe und alles Glück der Welt für 2018!

Buchalov

Horchgeräte

 

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Horchgeräte, das sind ja solche Maschinen, besser Geräte, die ich von Bildern aus dem Ersten Weltkrieg her kenne.

Bei Juergen geht es um „Latos Horchgeräte“, das sind Geräte, die Lato in seiner Werkstatt benutzt, um in die Welt hineinzuhorchen, um auf diesem Wege zu erfahren, wie es da draußen läuft, in der Außenwelt, und um zu begreifen.

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Wer noch einmal genau lesen möchte, was es mit Lato auf sich hat, der klicke folgenden Link an: >>> [ Lato der Lauscher ] <<<

Lato ist eine von Juergens Kunstfiguren, der sich in seiner Werkstatt, in „Latos Werkstatt“, mit diversen Themen beschäftigt. So zum Beispiel mit „der Stille“, oder „Latos Köpfen“ und „Latos Kapseln“. Juergen meint, dass er bei diesen drei Themen jetzt erst einmal einen vorläufigen Schlusspunkt erreicht habe. Aber man wisse ja nie.

Und jetzt hat er  sich zum Thema „Horchgeräte“, rhizomartig, auf den Weg gemacht. Zeichnungen sind entstanden. Skizzen.  Erste Versuche. Auch Gescheitertes. Es wurde gelesen, es wurde nachgedacht. Einige Druckstöcke hat er fertiggestellt. und ein wenig gedruckt.

Und jetzt sucht er die Keimstellen in seinem rhizomartigen Arbeitsprozess, schon seit einer Woche, ein echter Kampf, an denen er sich festbeißen und das Thema vertiefen kann.

Buchalov

Vorläufig, aber wer weiß das schon!

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Juergen meinte heute morgen im Atelier „Zelle k5“ zu mir, als er fleißig druckte, dass er in der Tuschewoche ja im Schwerpunkt an „Latos Köpfen“ gearbeitet habe. Und das hier seien nun die letzten Drucke, die zu diesem Thema entstünden.

Vorläufig jedenfalls. Wahrscheinlich!

Aber wer weiß das schon.

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nur ein Exemplar

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Das ist ihm schon oft passiert: der erste Abzug eines Druckes springt ihn an und gefällt ihm sehr. So richtig.  Obwohl es der erste Druckdurchgang ist und noch einige folgen werden, hat Juergen sehr oft das Gefühl, dass sogar dieses einzelne Blatt, das erst am Anfang der Entstehung steht, schon eigenständig ist. Weil es so herrlich reduziert ist, wahrscheinlich. Und so klar. Er druckt dann immer ein Exemplar mehr und legt es beiseite.

Da er nach dem Prinzip der verlorenen Platte arbeitet, wird im nächsten Schritt die Platte zwangsläufig zerstört, verändert. Und es bleibt nichts außer diesem einen zusätzlichen Exemplar, das er angelegt hat.

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P.S. Er könne doch, habe ich ihm geraten, mit mehreren Platten arbeiten. Das ist zwar mehr Arbeit, aber die Platten blieben erhalten. Aber das möchte er nicht, sagt er. Er sei einfach zu „bequem“. Das sei ihm zu viel Arbeit.

„pingeln“

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Er liebe ja das Flächige, gerade beim Holzschnitt. Sagte Juergen. Er sei aber auch jedes Mal fasziniert, wie letztens auf der Grafikbörse in Borken, wenn er sehe, wie fein und klein und filigran manche arbeiten könnten. Dieses „klein klein“ mache die Bilder ungemein dicht und manchmal gebe es Ihnen die nötige Tiefe.

Aber für ihn sei das nichts unbedingt etwas. Er könne nicht pingeln. Er sei kein Pingler. So nennt er nämlich diejenigen, die über den Druckstöcken sitzen, manchmal mit Vergrösserunggläsern vor den Augen, und tausende von kleinen Einkerbungen mit unglaublicher Ausdauer vornehmen. Respekt, Respekt.

Er sei eher fürs Grobe. Fürs Schnelle. Man solle die hingefetzte Energie spüren.

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