Jürgen räumte nach den Tagen im Zwickelbüro das Atelier auf und dabei sind im Nachgang noch einige Monotypien entstanden.





Buchalov
Zweieinhalb Tage lang haben Antje und Jürgen im „Zwickelbüro“ verbracht. Das tun sie zweimal im Jahr im Frühjahr und Herbst in Jürgen Atelier, schon seit Jahren. Sie treffen sich, um dem Zwickel auf die Spur zu kommen und um Kunstpraktische oder Theoretisches während des Arbeitens zu diskutieren.


Diesmal ging es u.a. um die japanische Künstlergruppe „Gutai“ aus den Fünfzigern, die dem Postulat folgten „Mache etwas, das noch nie vorher gemacht wurde“. Sie begriffen das Material als Partner. (siehe auch Beiträge dazu auf >> arte concreta >>>)
Ewiges Thema ist zwischen den Beiden ist auch das Erzeugen von Hintergründen. Jürgen konzentrierte sich diesmal auf Punkte, , gerollte Streifen und gestisch-malerische Akzente. Antje benutze alte Druckstöcke von Jürgen um sie in der malerischen Bearbeitung zu Hintergründen umzuwandeln.


Und irgendwie, es ging wohl in ihrer Diskussion um die Dinghaftigkeit der Welt und das Begreifen dieser Welt über die kreative bzw. künstlerische Darstellung dieser Dinge, war Jürgen bei den Stücken gelandet.



Buchalov
Zweieinhalb Tage lang haben Antje und Jürgen im „Zwickelbüro“ verbracht. Das tun sie zweimal im Jahr, im Frühjahr und Herbst, in Jürgens Atelier, schon seit Jahren. Sie treffen sich, um dem Zwickel auf die Spur zu kommen. Genaueres kann hier nachgelesen werden: >>> Zwickelbüro >>>>> Die Tage vergehen schnell und verlaufen in Phasen. Diesmal:
Phase 1: die Annäherungen Die im Supermarkt gekauften kleinen Partytomaten lagen in einer Pappschachtel und diese Schachtel hat Juergen auseinander gefaltet: vor ihm lag nun das Netz einer Fläche. Er hat es zum Zwickel erklärt.Und damit begann seine Arbeit. Die Ecke dieses Netzes hat er danach mit der Schere ausgeschnitten und als Druckstock verwendet. Auch dies wurde zum Zwickel erklärt. Vorzüglich: mit diesen Druckstöcken aus Pappe wurde nun gearbeitet. Parallel hat er sich auf seinem Blog noch einmal angeschaut, was in den letzten Jahren so erarbeitet wurde.






Phase 2: der Zwickel und Stücke, die er verbindet.








Phase 3: Nachbearbeitung (dazu erscheint später ein separater Blogbeitrag)
Buchalov
Zu sehen sind zeichnerische Skizzen, die am Anfang des neuen Arbeitsprozesses stehen.



Und auch die daraus entstandenen Druckgrafiken sind ebenfalls Skizzen. So Jürgen. Richtige Werke sollen daraus erst in den nächsten Tagen werden.




“Und was ist ein richtiges Werk?” fragte ich. Ich fragte mich selbst.
Buchalov
Jürgen bat mich ein paar seiner vorbereitenden Gedanken und Skizzen zum anstehenden Zwickelbüro zu veröffentlichen.
„Das Zwickelbüro naht. Wie immer im November. Antje ist zu Gast und will mit mir zusammen ein paar Tage gestalten. Also gilt es für mich erst einmal altes Zwickelmaterial zu sichten und Inspirationen zu suchen. Gesagt getan.


Und Folgendes scheint möglich: neue Zwickelformen, auch auf der Basis von gesammeltem Verpackungsmaterial / der Zwickel als Tarnkappe / der Zwickel als Zeichen der Hoffnung / der Zwickel auf der Bühne / der Zwickel als Scherenschnitt / der Zwickel und die Zeit und das Morgen.“ Soweit Jürgen.
Buchalov | im Zwickelbüro
der Start: vier Tuscheskizzen




die Fortführung im ersten Schritt: Erstellung von Linolschnitten und ihr Druck



die Fortführung im zweiten Schritt: die Druckgrafiken erhalten Farbflächen



die Fortführung im dritten Schritt: Scherenschnitte



die Fortführung im vierten Schritt: eine Zwickelcollage
Die Fortführung im fünften Schritt: eine Zwickelfaltung
Antje arbeitete auf vorgefertigten Hintergründen mit Druckstöcken aus dem Bestand von Jürgen. Hier ein paar Beispiele:





Buchalov
Das Zwickelbüro hat wieder seine Pforten geöffnet: Verkleinerung ist angesagt. Jürgen arbeitet diesmal mit Antje. Denn er hat sein Atelier räumlich verkleinert. Der Platz reicht nur für zwei Personen. Das letzte Zwickelbüro fand im November 24 statt und jetzt am langen Karnevals – Wochenende ist seine Fortsetzung.
Und im Kopf geistert vorher das hier: Neue Zwickelformen / ein Zwickelpapierobjekt / Der Zwickel und das Morgen / Der Zwickel und die Zeit / Der Zwickel und der Akt / / Ein Positionspapier zum Zwickelbüro / Der Zwickel als Papierobjekt auf fotografischer Bühne / Der Zwickel angedockt an Stoffe / Der Zwickel und die Tarnkappe /
Buchalov









Es spielt keine Rolle, wo man anfängt, wenn man in eine neue Arbeitsphase eintritt oder ein neues Thema aufgreift. Rhizomartiges Wachsen und Arbeiten ist ganzheitlich und zufällig und lustvoll.
Wieder sind Fotos der Ausgangspunkt von Jürgens Arbeit. Es sind Zwickel-Fotos. Sie sind der Einstieg und Ausgangspunkt für Skizzen oder Zeichnungen, Scherenschnitte, Druckgrafisches und vielleicht ein Papierobjekt.
Der Rest wird sich ergeben.
Buchalov
Das Zwickelbüro existiert zweimal im Jahr und öffnet in den nächsten Tagen – wie jedes Jahr um diese Zeit. Diesmal allerdings gibt es kein Zusammentreffen in Jürgens Atelier „Zelle K5“ von Gleichgesinnten, denn Jürgen hat aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen sein Atelier verkleinert. Es fehlt der Platz. Jürgen startet erst einmal alleine. Und hofft auf Verstärkung in einer geänderten Organisationsform. Vielleicht ergibt sich aus dem Prozess, den Gesprächen, den Telefonaten oder der Rückmeldung hier im Blog heraus etwas, das die vergangene Form der Kollaboration ablösen kann.
Also: Fotos von Zwickelformen liegen auf dem Tisch.


Zeichnungen/Skizzen von Zwickelformen haben sich schon im Vorfeld aus den Fotos ergeben. Ich zeige sie später.
Verpackungsmaterial fand seinen Weg ins Atelier.


Und Skizzen aus vergangener Zeit schauen einen an.


Und im Kopf geistert das hier: Der Zwickel und das Morgen? Der Zwickel und ein Körper? Neue Zwickelformen? Ein Positionspapier zum Zwickelbüro? Der Zwickel als großes Papierobjekt? Der Zwickel angedockt an Stoffe? Der Zwickel und die Tarnkappe? Der Zwickel und die Zeit? Wenn ich das so lese: Stoff für Jahre.
Buchalov