Die Wiedergabe der Realität bedeutet Veränderung dieser Realität in der Darstellung und Wiedergabe. Das kindliche Prinzip der „stillen Post“ wirkt immer. Nichts kommt so an, wie es war. In der Vermittlung unterliegen die Inhalte der Realität der Veränderung und wir nehmen sie anders war, als sie auftraten.
Meine „Weltprojektionsmaschinen“ sind Maschinen, die in der Vermittlung die Realität verändern.
Jede Maschine arbeitet nach dem Prinzip EVA: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe. Klingt simpel, ist simpel und reduziert einen komplexen Sachverhalt aufs Notwendigste.
Meine „Weltprojektionsmaschinen“ funktionieren gedanklich so ebenfalls und sind zeichnerisch so erfasst. So langsam genügt mir dies aber nicht mehr. Ich möchte stärker in den Blick nehmen, was da eigentlich erfasst wird, wie die Abläufe der Verarbeitung vollzogen werden und was an qualitativem Ergebnis ausgegeben wird.
Wenn man dann noch in den Blick nimmt, dass die „Weltprojektionsmaschine“ stellvertretend für einen gesellschaftlichen Prozess stehen könnte, wird mehr daraus. Mal sehen, wie ich das zukünftig zeichnerische erfassen kann. Und ob dies in meine Garage Einzug hält. Und ob das Gedankliche überhaupt trägt.
Wegen dieser Gedanken und der Zeichnungen, die dabei entstehen, stagniert momentan der Bau meiner Maschine in der Garage.
Salomon hat mich angerufen. Aus Krefeld. Der Kontakt ist über Juergen zustandegekommen.
Salomon ist Tänzer und er weiß, dass ich für das Tanzen eine Schwäche habe. Nicht für das Tanzen zuhause oder bei Feiern, wenn ich meine Frau in den Armen halte. Da zwar auch.
Aber es stimmt schon: ich habe eine Schwäche für das Balett und für den freien Ausdruckstanz.
Und Salomon will da ein Projekt starten,“schwarzer Schnee auf hellen Gipfeln“, für das er noch Mitstreiter sucht.
Ich habe in meiner Zeichenecke im Schlafzimmer einige Skizzen hingeworfen und ihm geschickt.