
Der Motor des Zwickelbüros rattert und schnauft. Geschmeidig ist anders, denn Jürgen quält sich mit seinem großen Zwickelobjekt und kommt nicht zu dem Punkt, der seinen Erwartungen entspricht. Ob es gelingt ist noch fraglich.

Juergen wurde von Besuchern gefragt, ob er etwas zu seiner Kunst sagen könne, er stimmte zu, würde es aber nicht wieder tun. Er werde die Kunst nicht mehr erklären, denn erklären sei wie rechtfertigen. Außerdem habe er das Gefühl, dass man seine Darstellung nicht verstehe. Das können natürlich auch an seiner Wortwahl liegen – die Kommunikation sei eben bisweilen schwierig. Es müsste eigentlich reichen, den Titel der Arbeit oder des Projektes zu nennen, fertig.
Es gibt da eine Welt, ein Leben verschiedene Leben bei den einzelnen Teilnehmern des Labors, dass Juergen nicht kennt, und dass ihm auch zum Teil fremd ist. Er weiß vieles nicht, über das geredet wird, muss nachfragen, suchen, Lücken schließen. Damit ist er reichlich beschäftigt. Denn er möchte den anderen Teilnehmern gerecht werden und sie verstehen. Aber ist das u.a. nicht genau der Sinn einer solchen Collaboration?

Buchalov

7 Kommentare zu “Sommerlabor im ArToll | der Stand der Dinge | zwölfter Tag |”
Lieber Jürgen
Was man nicht erklären kann, bleibt unverständlich. Um Wittgenstein zuzuspitzen, das gibt es nicht.
The Fab Four of Cley
🙂 🙂 🙂 🙂
👍
Und manchmal – nein eigentlich fast immer – ist es schwer, eine Definition zu finden, die die Dinge erklären. Das ist von meinem Verständnis nach ein Teil der Philosophie.
Ich lasse Kunst immer gerne auf mich wirken. Ich möchte das nicht immer alles erklärt bekommen. Naja, da sind die Menschen sehr unterschiedlich. Ich hoffe, du findest deinen Weg demnächst! LG
Wird schon, danke für deinen Kommentar, liebe Grüße, Juergen
Manchmal ist es schwer zu kommunizieren, wenn Welten aufeinandertreffen. Aber durch ständiges Bemühen wird es —–
Genau, so war es auch diesmal. Liebe Grüße!