Autor: juergenkuester

  • Surium 15-06-2011

    Nach der Fülle kommt die Leere. Nach einem solch langen und intensiven Projekt wie „Surium“ stellt sich natürlich die Frage “ Was nun?“

    Ich weiß es nicht. Im Atelier wartet zwar noch ein  Holzschnitt auf Fertigstellung und auch mein Internet -Buch „Lara Zeichnungen“ muss noch fertiggestellt werden. Aber ich weiß dennoch nicht wie es inhaltlich weitergeht. In der Regel kommen die Themen zu mir – bisweilen muss ich nachhelfen.

    Ich werde wohl wieder den Weg über die Zeichnung suchen: zuhause einfach in eines meiner leeren Blankbooks zeichnen, irgendwelche spontanen Dinge und sehen, wohin mich das trägt. In der Regel entsteht daraus ein neues Projekt.

    Oder ich lasse es ruhig angehen und mache erst einmal nichts – eine Pause. Wenn das denn überhaupt geht, denn die Maschine, das Gehirn – wie ich es nenne , läuft ja immer weiter in Richtung Kunst.

    Mit diesem Eintrag heute schließe ich das „Online Tagebuch Surium“. Ich bin klar, mit uns, mit mir, mit dem Projekt. Das Ergebnis liegt vor. Die Ergebnisse sind im Internet eingestellt. Das Projekt  und das Tagebuch haben funktioniert. Danke für das Interesse und die Unterstützung – im Namen von uns Dreien!

    Ab morgen schreibt wieder „Buchalov“ seine Geschichten und Jürgen führt sein Tagebuch ebenfalls weiter.

  • Surium 14-06-2011

    Heute soll es nur eine kurze Notiz sein. Der folgenden Film bündelt das Ergebnis meiner Suriumarbeit von zehn Tagen. Er ist die Summe aller gedanklichen und praktischen Anstrengungen.

    Und ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ein Teil meiner Arbeitsergebnisse auf meiner Homepage zu finden sind: [>> … Einblicke].

  • Surium 13-06-2011

    Es war Ausstellungstag und es hat nicht geregnet. Das war ein gutes Zeichen.

    Monika hat in einer großen Beständigkeit und Kontinuität heute gearbeitet, auch während der Gespräche mit den Besuchern. Dies hat uns mehr als erstaunt. Sie habe einen Tag gefehlt, also Nachholbedarf, so ihre Begründung.

    Es gab viel Kaffee und Kuchen, geschenkt von Mareile und Gaby. Herzlichen Dank! Mareile nannte ihren Kuchen einen „Schwiegermutterkuchen“. Geschmacklich entsprach er dem aber in keiner Weise. An dieser Stelle wurde uns Dreien aber auch deutlich, dass wir uns die vergangenen zehn Tage am Alten Wasserwerk nicht sehr gesund ernährt haben: Süssigkeiten, Kuchen, viel Kaffee, zu wenig Wasser. Nur einmal hatte ich eine Schwarzbrotschnitte mit Salamai dabei – ein echter Ausrutscher.

    Ich habe mich heute manchmal in mein „Dachzimmer“, das Betriebsleiterbüro, „die Kommandozentrale“, zurückgezogen und gezeichnet, aquarelliert. Die flächig gestalteten Aquarelle von heute und den letzten Tagen sind auf der „Einblick- Seite“ (hier klicken: >>) dargestellt. Kurzfristig tauchte das Thema „Engel“ auf und berührte uns auch, aber kontrovers.

    Die Anzahl der Besucher heute machte es möglich, kleine Führungen zu veranstalten und die Vorträge als Anlass zu nehmen, zusammenfassend über unser Projekt zu berichten. So konnte abschließend noch einmal der persönliche Eindruck zusammengefasst werden. Das war schön. Die wenigsten Besucher kamen aus Wachtendonk. In der Regel waren es die vorbeifahrenden Radfahrer, die reinschauten, und unsere Freunde aus dem großen Künstlerfreundeskreis, die sich blicken ließen.

    Wir Drei haben uns zum Abschied umarmt, gedrückt und mit ein wenig Wehmut das Tor geschlossen.

    Das „Surium – Tagbuch“ wird in den nächsten Tagen als Nachklang noch von mir fortgeführt werden.

    Jetzt bin ich erschöpft und merke, dass die zehn Tage mir doch in den Knochen stecken. Aber es waren gute Tage.