Kategorie: Buchalovs Tagebuch

  • Schlüsselthema

    Boris sprach mit mir. Zwischen Tür und Angel. Auf dem Flur vor Zelle K4.

    Wir kamen auf meinen Blog zu sprechen. Was das denn nun bringe, so seine Frage?

    Ich habe nur kurz überlegt und ihm gesagt, dass es mir ungemein hilft alle die Gedanken und Eindrücke, die ich im Umfeld von Kreativität und Kunst sehen und Kunst machen, habe, zu ordnen – die Übersicht zu behalten. Es gibt, so sagte ich, keinen Tag, an dem Kunst in welcher Form auch immer, nicht bei mir anlandet. Es gehe ständig und permanent um Kreatives. Da könne man mal sehen, welchen hohen Stellenwert dies alles für mich habe. Ein Schlüsselthema!

    Und dialogisch sei dies allemal. Dabei habe ich die „Blogparade“ von Susanne Haun und ihren Freunden erwähnt, mit ihren thematischen Fragen und den zum Teil hitzigen Debatten, die sich dabei entwickeln.

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  • der Strich

    Juergen sagt, er könne das nicht richtig einschätzen. Er meinte die Bedeutung und Qualität der gesamten Kreis Klever Kulturtage.

    Diese finden an einem Wochenende, 15-04-2011 im gesamten Kreisgebiet statt, an bevorzugten Orten – mit dem Angebot der langen Nacht. Beteiligen kann sich jeder Verein, jede Gruppierung mit Ausstellungsort, der dies möchte.

    Juergen stellt im Wasserturm von Geldern zum Thema „Strich“ mit vielen anderen aus.

    Im „Alten Wasserwerk“ in Wachtendonk, das er ja mit einigen Mitstreitern kuriert, sind die Arbeiten von  Diesterheft Brehme zu sehen. Der Besuch beider Häuser lohnt. Da ist die Qualitä sichergestellt. Meint Juergen.

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  • Und dann erscheint das Schiff

    Sevina, die Filmemacherin, hatte mich eingeladen, ins Aaltho-Theater, zu „Madam Butterfly“.

    Der erste Akt konnte nicht überzeugen: in dem Versuch Puccini in einer modernen Form auf die Bühne zu bringen, wirkte die Lokalität doch zu gestellt, der Ablauf zu holprig, der inhaltlische Ablauf  für mich nicht logisch.

    Der zweite und dritte Akt aber konnten voll überzeugen: eine ideenreiche Inszenierung mit sehr starken Bildern. Ich habe noch nie einen Transportcontainer so eindrucksvoll musikalisch lieblich untermalt in Bewegung gesehen. Die Amerikanisierung der Welt von Butterfly war brutal direkt. Und der Selbstmord im Beisein des eigenen Kindes, das anschließend Butterflys Messer aufgriff, lies einem den Atem stocken. Das Ganze war untermauert mit einer von Soltez grandios dirigierten Musik und sehr gutem Gesang.

    So mag ich Oper, so ist sie modern, so ist die Brücke zwischen Dokumententreue und Zeitgemässheit geschlagen.

    Und wenn es um die Hoffnung und Treue als menschliche Grundthemen geht, finde ich auch folgende Sätze von „Cio-cio-san“ sehr schön:“ Eines schönen Tages sehen wir einen Streifen Rauch aufsteigen am äußeren Rand des Meeres. Und dann erscheint das Schiff. Dann läuft das weiße Schiff in den Hafen ein, donnert sein Salut. Siehst Du?. Er ist gekommen!…“

    Sevina darf mich wieder einladen. Ich würde mich echt freuen.

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