Kategorie: Buchalovs Tagebuch

  • Tja, diese Blumen!

    Wenn ich in der Garage saß und meine Maschine bediente oder im Schlafzimmer an meinem Aquarelltisch arbeitete, dann spielten Blumen bisher keine Rolle. Die Blumen sind aber an mich in den letzten Tagen massiv  herangerückt. Gestern hat Jürgen auch schon von diesem Thema berichtet.

    Meine Frau sagt, dass Blumen das Leben sind und wir uns,  wenn wir uns mit Blumen umgeben, in ihrem Anblick der Natur nahe fühlen.

    Boris meint, dass Blumen einen sehr hohen symbolischen Anteil haben. Sie stehen für die Harmonie, das Natürliche, Wachstum, Schönheit. Sie zeigen Werden und Vergehen, sie sind ein Abbild des menschlichen Lebens, zeitlich gerafft.

    Rudolf glaubt, dass Blumen schmücken, dass sie aber mehr sind als Dekoration, weil sie auf unsere Raumatmosphäre und damit auf unser Seelenleben wirken.

    Und ich glaube einfach, dass Blumen eine Gegenwelt in der heutigen Welt, die uns bisweilen so hässlich anschaut, sind. Sie machen uns Hoffnung. Ich schenke manchmal, wenn ich dran denke, meiner Frau Blumen, weil ich sie liebe. Die belastende Welt vergesse ich dann für einen kurzen Moment.

    Tja, diese Blumen!

    Und die spielen jetzt in der gegenwärtigen Ausstellungslandschaft keine Rolle mehr? So sagt man. Ich kann das nicht glauben!

    Das ist mein Beitrag Nr. 100 in diesem Blog als Buchalov. Ich gratuliere mir selbst.

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  • Pause

    Boris fährt nach Polen, Rudolf nach Freiburg, Heinz in den Breisgau, Juergen nach Wangerooge und ich bleibe zuhause. Ich werde mir die Welt in der Zeitung, Internet, im Fernsehen, Kino und in meiner Garage bei meiner Maschine anschauen. Oder auch nicht.

    Aber auch ich gönne mir eine Pause – mal schauen wie lange.

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  • über die Bedeutung von Skizzen

    Rudolf hat sich heute von mir verabschiedet, als ich Juergen in seinem Atelier besucht habe. Er fährt für fünf Wochen in den Breisgau zu seiner Tochter und hütet deren Katze.

    Wir haben eine neue Kaffeesorte ausprobiert und über die Bedeutung von Skizzen geredet. Rudolf meint, dass Skizzen in zeichnerischer Form, auch die, die auf dem iPad enstanden sind, dabei drei Aspekte haben:

    Erstens sind sie das Ergebnisse der Suche innerhalb eines Projektes, das man gerade verfolgt. Sie helfen, sich dem Thema anzunähern. Sie machen klar.

    Zweitens sind sie ein eigenständiges Ergebnis, das durch aus auch als eigenständiges Bild gezeigt werden kann und soll.

    Und drittens fließen sie in das Endergebnis des Projektes oder Themas konkret ein, indem sie übertragen werden – in welcher Form und mit welchen Hilfsmitteln auch immer. Sie finden sich im Kunstwerk als Teil desselben wieder.

    Jürgen, der ja momentan viele auf seinem iPad zeichnet, meinte, dass ihm dies sehr helfe und dass ihm aber auch noch wichtig sei, das die Zeichnung, gerade weil sie mit technischen Hilfsmitteln erstellt werde, die klare Handschrift des Zeichnenden tragen müsse. Der individuelle Stil des Zeichners, nicht das Hilfsmittel dürfe die Zeichnung bestimmen. Jürgen hat wohl Angst, dass seine Skizzen durch die verwendete Software und das Zeichenbrett digitalisiert, standardisiert, eben medial und weniger eigenständig wirken.

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