.. ein paar Bilder halt, von den zwei Räumen der „Zelle k5“…
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Er gab mir einen Zettel. Juergen sagte zu mir, dass er Frau R. getroffen habe und dass sie sich im Café am Markt intensiv über das Bloggen unterhalten hätten. Das Ergebnis stehe auf dem Zettel. Ich solle mal ganze Sätze daraus machen und es dann veröffentlichen.
Also:
Satz 1: das Schreiben des Blogs sei Selbstdarstellung.
Satz 2: das Schreiben seines Blogs diene der Präsentation seiner Werke. Der Blog sei sein Schaufenster. Sein Werkverzeichnis sei der Blog nicht. Und die Umsetzung kommerzieller Interessen sei mit dem Schreiben im Blog nicht beabsichtigt.
Satz 3: die Anzahl der Besucher und die Anzahl der Zugriffe auf die Seiten sage rein gar nichts aus über die Qualität der Beiträge. Oder über die Qualität der Kommunikation.
Satz 4: Wer könne eigentlich einen genauen Nachweis darüber führen, in wie weit der Blog die eigene Vermarktung fördere?
Satz 5: das digitale und analoge Leben seien für ihn ein Leben.
Buchalov

Heute habe ich Juergen mal wieder dabei „erwischt,“ dass er in seinem kleinen Sessel vor der Wand im Atelier „Zelle k5“saß und schaute. Manchmal umkreist er auch seinen Tisch, auf dem dann einige der Werke liegen, zum Beispiel diese ur- alte Radierung, und schaut und schaut. Er sei dann immer dabei herauszufinden, was er sehe, ob es trage, ob die Bilder stark seien, welche Bedeutung sie transportieren würden, ob sich Absichten und Ergebnis decken würden. So was halt.
Er habe natürlich Kriterien im Kopf darüber, was ihm zusage, was nicht. Das Problem sei, dass diese Kriterien sich im Laufe der Zeit immer wieder ändern würden – vagabundierende Kriterien halt.
Buchalov