Kategorie: Buchalovs Tagebuch

  • Gratulation

    Meine Nachbarin Frau R., die Fotografin, ich treffe sie oft an der Mülltonne, hat heute Geburtstag. Woher ich das weiß? Ich weiß es eben.

    Ich gratuliere Ihr auf diesem Wege ganz herzlich mit einer Blume aus meinem „Garten Eden“.

    Buchalov

  • Eden – aus Rudolfs Sicht

    Natürlich fragte „Rudolf der Bildhauer“ am Sonntag: Blogparade, hm?

    Zuerst aber standen er und Juergen am Fenster und schauten aus der ersten Etage auf den Ostwall und verfolgten den Karnevalszug in Geldern.

    Danach bei Kaffee und Kuchen setzte Rudolf nach:  „EdenZwo“?. Was das denn da so sei und was es damit auf sich habe? Er kenne den Begriff „Eden“, aus seiner Schulzeit. Und Eden sei eben das Paradies. Und da gäbe es Adam und Eva und die Schlange und den Apfel und die beiden Bäume: den des Lebens und den der Erkenntnis. Und es gäbe den Regelverstoß und die Vertreibung. Und es gäbe die Bilder aus dem Mittelalter mit den Beiden nackt vor den Bäumen, umgeben von Tieren und die Blöße immer geschickt durch einen Zweig mit Blättern verdeckt.

    Ja, sagte Juergen, so ein Bild von Cranach habe er letzte Woche im Landesmusueum in Münster gesehen. Und Rudolf meinte, das habe etwas Mythisches, Existentielles. Auch Christliches. Es sei tief in uns verankert.

    Juergen hörte genau zu, denn er ist noch auf der Suche. Nicht das Thema will er finden, sondern er will die Sachlage klären. Will wissen, was wir alle über „Eden“ wissen und was es uns bedeutet und was die Beschäftigung oder die Verankerung ganz tief in uns mit uns anstellt.

    Rudolf sagte auch, er sei gar nicht getauft.

    Buchalov

  • kleine Welten

    Es sind Welten, kleine Welten. Und sie sind mteinander verbunden.

    Erste kleine Welt: Gestern hatte ich einen freien Tag und habe mich mit Juergen, nachdem ich meinen Blog geschrieben hatte – eine Welt für sich-  in Geldern getroffen.

    Zweite kleine Welt: Juergen musste zum Arzt, wegen einer Schnittverletzung. Ich ging mit und wartete im Wartezimmer bis seine Behandlung vorüber war.

    Dritte kleine Welt: In Geldern sind wir zu P. in die Karmeliterstrasse gegangen. Der saß dort in seinem Atelier mit vielen auf engem Raum. Es waren die Freigänger aus der JVA Geldern mit ihren Sozialarbeitern. Es wurde gepafft und gepafft und geredet und geredet und  über Selbstporträts diskutiert und es wurden Selbstbildnisse entworfen.

    Vierte kleine Welt: Im Atelier „Zelle k4“ traf sich Juergen mit einigen seiner Kunstfreunde und besprach dort bei Kaffee und leichter Zimmerkälte die Vorbereitungen für das „EdenZwo -Projekt“ im Mai am Alten Wasserwerk in Wachtendonk.

    Fünfte kleine Welt: Als alle gegangen waren, habe ich mit Juergen im Dunkel des Ateliers und großen Beamerprojektionen ganz intim und abgeschlossen an seinem Film weiter gebastelt.

    Kleine Welten, vielleicht auch nur verschiedene Orte.

    Aber immer ging es um Menschen, um das, was uns bewegte, darum, wie wir miteinander verbunden sind, darum, welche Bedürfnisse uns vorantreiben, darum, wie wir uns gegenseitig organisieren und weiter verbandeln können und nicht zuletzt darum, dass wir uns selbst wiederfinden. Mit unseren Welten im Einklang sind. Und die einzelnen kleinen Welten immer weiter zu unserer eigenen Zufriedenheit miteinander verknüpfen.

    Es war ein wirklich schöner Tag. Das habe ich Juergen heute morgen auch noch schnell telefonisch gesagt.

    Buchalov