Diese Einladung hat Juergen diese Woche versendet und sie landete auch in meiner Mail. Ich werde wohl hingehen müssen. Ich bin gespannt, was sich hinter dem Thema verbirgt. Freue mich schon!
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Diese Einladung hat Juergen diese Woche versendet und sie landete auch in meiner Mail. Ich werde wohl hingehen müssen. Ich bin gespannt, was sich hinter dem Thema verbirgt. Freue mich schon!
Buchalov
Er kam bei mir in der Garage vorbei und trug ein dickes Buch unter dem Arm. Juergen erzählte, dass er gestern in der Großen Kunstaustteluugn NRW in Düsseldorf gewesen sei, drei Stunden lang, und wenn er dann den Katalog kaufe, habe das schon etwas zu bedeuten. Und er zeigte mir aus dem dicken Wälzer so einiges.
Ich habe verstanden, dass ihn in der Übersicht die Vielzahl der Einzelposotionen stark gefesselt haben. Diese zeige nämlich, sagte er, wo die aktuelle Kunst in NRW stehe und dass es nicht unbedingt die Spitze der Avantgarde sei, aber eben die Masse der aktiven Künstler und was die so machten und wo sie ästhetisch ständen. Und das hat ihn sehr inspirieret. Es ist einmal die Unterschiedlichkeit der thematischen Positionen, nicht abgehoben, sondern auf das Leben bezogen. Und es ist der wahnsinnige Mut zur Verwendung aller nur möglichen Materialien des alltäglichen Lebens: von der Seife bis hin zu Gürteln. Die Malerei habe zu kämpfen, um sich gegen die Macht der Objekte und Skulpturen und Plastiken zu behaupten. Starke Bilder seien dabei herausgekommen, Bilder und Positionen, die ihn zum Innehalten gezwungen hätten. Er habe viel gelernt. Im Detail.
Und im Grundsätzlichen müsse man radikaler sein in der Verwendung von Motiv, Material und Ästhetik. Sich nicht mit den traditionellen Sehgewohnheiten abfinden, diese bedienen. Nein, gegen den Strich bürsten, sei wohl wichtiger. Mache auch wohl mehr Spaß.
Er hüttete den Katalog wie eine Bibel und gab ihn nicht aus den Händen.
Buchalov
„postrcrossing“ ist toll. Sagt Juergen.
Das Projekt verbinde die Möglichkeiten des Internets mit der schönen alten Technik des Postkartenschreibens. Und wer sich drauf einlasse, reise virtuell durch die Welt, lerne die Menschen in ihren besonderen Bezügen vor Ort in einem kleinen Ausschnitt kennen, sei mit Google in der Lage, sich die Orte mehr oder weniger detailliert anzuschauen und lerne Historisches oder Geographisches oder Kulturgeschichtliches und und und über die Städte bzw. Regionen: wenn er sich bemühe.
Und wer zwischen den Zeilen auf den Karten zu lesen weiß, setze wie in einem Puzzle die Welt weiter zusammen.
In der Kombination mit „Mail art“, so wie er es betreibe, erhalte es auch noch einen besonderen Touch: Er schicke einen Gedanken auf Reisen und hoffe, dass er verändert zu ihm zurückkomme. Es gehe um Sehnsucht. In welcher Form auch immer.
Buchalov