Schlagwort: Art

  • waiting for louise

    Juergen hatte mich mitgenommen:  „waiting for louise“ spielten gestern am Wasserturm in Geldern – im Rahmen des Turmstipendiums von Elaine Vis und Heidi Sincuba gaben sie ein Konzert im Eingangsbereich des Turmes. Michael Mann und seine Mannen spielten im kleinen Rahmen melodisch Selbstgestricktes aus der „Folk – Pop oder Pop – Folk Ecke“.

    Der Band gelang dass, was man im optimalen Anspruch erreichen kann: die Zuhörer  nahmen großen Anteil am Spiel. Miterleben meint ja einmal das emotional – atmosphärische Teilhaben und zum zweiten das inhaltliche. Ersteres gelang mit Sicherheit, denn die Musik überzeugte im Arrangement und in der Darbietung. Die Texte, die wie in den Übereltungen deutlich wurde, der Band sehr wichtig waren, da sie Schnippsel aus dem Leben von Michael Mann als Songschreiber wiedergaben, setzten schon einiges an englischer Sprachfertigkeit voraus, um voll erfasst zu werden. Aber das tat dem gesamten Erleben keinen Abbruch: das Feeling stimmte, Band und Publikum fanden zueinander.

    Es war ein sehr langes, mehr als zwei Stunden dauerndes, von langen Überleitungen geprägtes Konzert. Da ging bei manchen Zuhörer der Spannungsbogen verloren und die Aufnahmefähigkeit kam an Grenzen. Aber dennoch: es war ein Musikerlebnis mit Abtauchen im Harmonischen der Akustik.

    Überhaupt: interdisziplinäre Ansätze finden immer mein  Interesse, das sie mit gegenseitiger Bereicherung verbunden sind. Bin gespannt, ob sich das Musikalische in den darstellenden Arbeiten der beiden Stipendiatinnen wiederfindet?

    Buchalov

  • gedruckt

    Einige heftige Unwetter zogen heute über uns am Niederrhein hinweg. Also Grund genug, sich zurückzuziehen und am Aquarelltisch  ein wenig mit Papier bzw. Pappe zu drucken und Florales sowie Sehsüchte ins Bild  fließen zu lassen.

    Buchalov

  • Tja, diese Blumen!

    Wenn ich in der Garage saß und meine Maschine bediente oder im Schlafzimmer an meinem Aquarelltisch arbeitete, dann spielten Blumen bisher keine Rolle. Die Blumen sind aber an mich in den letzten Tagen massiv  herangerückt. Gestern hat Jürgen auch schon von diesem Thema berichtet.

    Meine Frau sagt, dass Blumen das Leben sind und wir uns,  wenn wir uns mit Blumen umgeben, in ihrem Anblick der Natur nahe fühlen.

    Boris meint, dass Blumen einen sehr hohen symbolischen Anteil haben. Sie stehen für die Harmonie, das Natürliche, Wachstum, Schönheit. Sie zeigen Werden und Vergehen, sie sind ein Abbild des menschlichen Lebens, zeitlich gerafft.

    Rudolf glaubt, dass Blumen schmücken, dass sie aber mehr sind als Dekoration, weil sie auf unsere Raumatmosphäre und damit auf unser Seelenleben wirken.

    Und ich glaube einfach, dass Blumen eine Gegenwelt in der heutigen Welt, die uns bisweilen so hässlich anschaut, sind. Sie machen uns Hoffnung. Ich schenke manchmal, wenn ich dran denke, meiner Frau Blumen, weil ich sie liebe. Die belastende Welt vergesse ich dann für einen kurzen Moment.

    Tja, diese Blumen!

    Und die spielen jetzt in der gegenwärtigen Ausstellungslandschaft keine Rolle mehr? So sagt man. Ich kann das nicht glauben!

    Das ist mein Beitrag Nr. 100 in diesem Blog als Buchalov. Ich gratuliere mir selbst.

    Buchalov