Buchalovs Tour 2020 remember: die Edition

So, wie versprochen, werde ich heute die drei Linolschnitte zeigen, die Jürgen zu einer kleinen Edition zusammengefasst hat. Sie sind aus Skizzen und Zeichnungen von der diesjährigen Buchalovs Tour 2020 im Sommer entstanden. Sie sind seine Quintessenz von einer Tour, die ihm sehr gefallen hat und manchen offenen Kreis wieder geschlossen hat. Viele lange nicht gesehen Menschen hat er dabei getroffen und sich dabei seine Kinder- und Jugendzeit und seine Erinnerungen wieder nach vorne geholt.

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ein Adventsfenster in Viersen wird geöffnet

Ich habe es schon angekündigt: nicht nur in Geldern, sondern auch in Viersen bei Dagmar Reichel gibt es ein Adventsfenster, in dem täglich neu Kunst gezeigt wird. Jürgen ist dabei, am 19. Dezember, mit obigem Bild.

Hier zur Vervollständigung, und weil Jürgen meint, dass das auch seinen Reiz habe, die Skizze zum Bild und das abgerollte Originalfundstück, das als Inspiration diente: die abgerollte Papphülse eines Feuerwerktreibsatzes.

Und hier der Link zu Dagmar >>> [ … ] <<< und ihrem Adventsfenster: >>>> Adventsfenster.

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Hoeven: erstes Einkreisen

Hoeven, das ist der Ort in Holland, den Jürgen zugelost bekommen hat. Dieses Losverfahren ist ein Teil des Kunstprojektes „beelden op de kaart“: >>> […]<<<. Und er muss sich um den Ort kümmern, einiges von dem rauskriegen, was dort geschieht oder geschehen ist, und dies dann künstlerisch präsentieren. Die erste Beschäftigung nach der Methode des Einkreisens oder der Bleistiftübung förderte folgende Fragen zutage:

Wie sieht der Ort aus? Äußere Erscheinung? Besonderheiten? Was zeichnet ihn aus? Was sticht ins Auge?

Bauliches? Postkarten?

In die Hand nehmen: Bedeutsamkeit, Gewichtung, Zahlen?

Woher kommt der Ort? Geschichtliches?

Funktion? Wozu dient der Ort?

Wie schauen andere auf den Ort? Reisende? Meinungen?

Wie sieht man Sich selbst? Identifizierung? Sammlungen?

Wie ist der Ort vernetzt? Eingebunden sein? Region? Handel, Verkehr. Weblinks?

Wer sind die Menschen? Besondere Menschen? Menschenbilder?

Und das alles wiederum hat zu einer Vielzahl von Schriftlichem/Text und einigen Zeichnungen geführt als mögliche Antworten auf die Fragen geführt. Ich zeige hier nur einige Zwischenergebnisse.

Und die flossen erst einmal in einem Bild zusammen, einem Stillleben.

Soweit die Arbeit von Jürgen. Aber eigentlich ist dieses Bild kein Stillleben, sondern das Bild von einem Interieur. Und jetzt stellt sich für ihn wohl die Frage: Ist es das? Wird das sein Beitrag für „Beelden op de Kaart“ werden?

Ich habe Zweifel. Er wohl auch.

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über Wirkungen

Jürgen grübelt!

Alles, wirklich alles habe eine Wirkung. Das Tun, das Denken, das Glauben. Auch das, oder gerade das, was man hier im Block schreibe. Alles habe eine Wirkung. Man vergesse das leicht, meinte Jürgen. Und auch die Art und Weise wie man schreibe, sei von Bedeutung.

Manchmal entwickeln solche Impuls auch eine Wirkung, die man gar nicht beabsichtigt habe. Aber es entsteht eine Wirkung. Dreimal sei ihm das nun in der kurzen Vergangenheit geschehen.

Und letztendlich falle alles, was man veröffentliche, auf einen zurück. Denn man sei nicht nur für den Impuls, sondern eben auch – ein wenig zumindest – für die Wirkungen verantwortlich.

Ein Beispiel: wenn er über den Schatten sei der Zwilling schreibe, dann habe dies Wirkung auf lesende Zwillinge, auf Menschen, die mit Zwillingen traurige oder positive Dinge erlebt hätten und und und.

Oder: wenn er ironisch über die Vorstellung schreibe, dass Menschen sich den Thron des Satans ins Pergamonmuseum phantasieren, dann habe das möglicherweise auch eine Wirkung: so oder so.

Und umgekehrt gelte damit aber auch: Man habe als Autor Einfluss. Vielleicht sei der nicht allzu groß und verflüchtige sich schnell. Aber der erzeugte Impuls wirke und sei Teil der Transformation der Dinge. Wirkung und Transformation liegen eben nahe beieinander.

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zweimal Adventsfenster

Also: Jürgen wurde gebeten an zwei Gruppenausstellungen teilzunehmen, einmal in Geldern, einmal in Viersen, nichts Großes, aber immerhin, und zwar werden an beiden Orten zwei Adventsfenster vorgehalten, in denen an jedem Tag vom ersten bis 24. Dezember im Wechsel Künstler der Region ein Werk zeigen.

In Geldern einen Tag vor seinem Geburtstag, sehr gut. In Viersen kurz vor den Festtagen, auch gut. Es wurde von >>> Nanni Wagner <<< und >>> Dagmar Reichel <<<, den Organisatorinnen nachgefragt und das bedeutet: man hat ihn nicht vergessen. Auch sehr gut. Und so etwas tut gut.

Er hat zugesagt und das Mitwirken bereitet ihm Freude, denn auch im Lockdown geht künstlerisch noch was – was die beiden Aktionen zeigen: perfekt!

Obiges Bild ist Jürgens Beitrag für den 7. Dezember in Geldern: 7, OrtsMarke, Mas Miro, Montroig, SP, rainbird 293, Holzschnitt/woodcut, 2020

Über das zweite Fenster in Viersen werde ich berichten, wenn es soweit ist, wahrscheinlich kurz vor Weihnachten.

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