Es spielt keine Rolle, wo man anfängt, wenn man in eine neue Arbeitsphase eintritt oder ein neues Thema aufgreift. Rhizomartiges Wachsen und Arbeiten ist ganzheitlich und zufällig und lustvoll.
Wieder sind Fotos der Ausgangspunkt von Jürgens Arbeit. Es sind Zwickel-Fotos. Sie sind der Einstieg und Ausgangspunkt für Skizzen oder Zeichnungen, Scherenschnitte, Druckgrafisches und vielleicht ein Papierobjekt.
Susanne Haunund Jürgen schicken sich in unregelmässigen Abständen schon seit Jahren Satzfetzen zu, die der andere literarisch und visuell ergänzen darf. Sie haben daran so ihre Freude. Auf Instagram kann man die Ergebnisse sehen: https://www.instagram.com/projektohnenamen/.
Diesmal lautete der Satz von Susanne:#97 S: „Zarte Pflanzen wachsen in die Höhe ….“…“
Jürgen erinnerte sich an eine zeichnerische Skizze tief im Stapel seiner Skizzenbücher. Die hat er herausgesucht und auf ein Deckblatt geklebt. Fertig. So schnell geht Kunst. Na ja, die gedankliche Arbeit fällt bei so einem Satz natürlich hinten runter.
Viel wichtiger ist: das Projekt geht weiter. Es lebt noch. Manche kollaborativen Projekte schlafen ja so schleichend ein – ein komisches Phänomen!
Jürgen hat den Satzanfang von Susanne ergänzt. Der gesamte Satz lautet nun also:
#97 S „Zarte Pflanzen wachsen in die Höhe: …. J: …“und das kann man biologisch oder symbolisch erklären?“
Jürgen hat für Susanne nun folgenden Satzanfang aufgeschrieben: #98: „Morgen, ja morgen werde ich …“