Pläne

Juergen schrieb in sein Notizbuch und zeigte es mir dann:

Plan 1: endlich mal die kleinen schwarzen Finelinerzeichnungen zu „Lato und das Meer“ als Radierungen umsetzen.

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Plan 2: eine große OrtsMarke drucken, mindesten 1,5 x 2 Meter, vielleicht diese hier:

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Plan 3: Papierobjekte, Plastiken aus Pappe, Papierresteverarbeitung, Thema: BFT oder die OrtsMarken.

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Plan 4: Holzschnitte zum Thema „OrtsMarken“, von der Skizze zum fertigen druckgrafischen Blatt.

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Plan 5: die Orte 1 bis 50 als Zeichnungen existieren bereits. Der nächste Schritt ist das Erreichen der Zahl 100.

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Na ja, Pläne. Und wie das mit Plänen so ist: einiges kommt ans Laufen und einiges, vielleicht sogar das meiste, muss verschoben werden und löst sich manchmal in Wohlgefallen auf.

Buchalov

mühsam

Vier Stunden hat es heute gedauert bis Juergen am Punkt war. Es sei mühsam gewesen, meinte er. Es gab wohl vieles zu bedenken. Und die Erinnerung war schön.

Er hat das gesamte Material seiner „Buchalovs Freunde Tour“ vom Sommer gesichtet, gewogen, bewertet, sortiert, neun Skizzen ausgewählt, und die Wand begonnen, an der er alles zum Thema deponiert- situativ und rhizomartig. Auch dort kommt er manchmal den Dingen auf die Spur.

Und beim Verlassen des Ateliers ist das noch eine Skizze entstanden: wer weiß schon warum. Armin Rohrs Kommentar zur Zeichnung als Drahtstück auf weißem Papier als Hintergrund von gestern geisterte wohl noch durch seinen Kopf.

Buchalov

was man so findet beim Aufräumen und Sortieren

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Aufräumen muss sein. Und sortieren erst recht. Danach weiß man immer, wo man steht und hat Ordnung in das kreative Chaos gebracht. Meinte Juergen. Ich weiß nicht, ob dem wirklich so ist.

Auf seinem großen Tisch im Atelier hat Juergen jetzt Folgendes liegen: Fundstücke aus seinem Atelier, die ihm wohl irgendwie in den letzten Tagen ins Auge gesprungen sind und aus welchem Grund auch immer hier gelandet sind.

Buchalov

Ankunft

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Die Tür zum Atelier wurde von uns beiden geöffnet und so sah es dann aus:

Juergen ist dabei, sein Atelier nach so langer Abstinenz wieder zu beleben. Und wie macht man dies? Man räumt auf. Ganz einfach. Wichtig dabei ist aber, dass man eine Stelle im Raum oder vor der Tür auswählt, an der man die Dinge sammelt, die entsorgt werden sollen.

Das alles sei auch eine Form von Ankunft, meinte er.

Buchalov

„Mas Miro“, Teil 2

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Mig, Juergen und ich sind mal wieder zur „Mas Miro“, dem ehemaligen Wohnsitz und Atelier von Joan Miro gefahren. Es gab einen Tag der offenen Tür und die Mitarbeiter der „MasMiro Foundation“ empfingen uns und waren sehr an unserer Zufriedenheit interessiert.

Wir durften umherstromern, auf dem Gelände und in den Gebäuden, und alles begutachten. Was wir auch zwei Stunden lang taten. Miros Studio oder Atelier hatte es uns besonders angetan. Am besten lasse ich die Fotos sprechen:

Buchalov

Man munkelt Lato sei da, es könne losgehen.

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Juergen kam zu mir und sagte, dass man auf dem Stellplatz hier am Meer in Montroig munkele, das Lato da sei und es nun losgehen könne.

„Tja“, habe ich gesagt, „wenn Lato da ist, dann kann ja seine Werkstatt nicht weit sein. Und dort kann es ja dann wirklich auch für dich losgehen.“

Juergens Start war diese kleine hingehuschte Kritzel-Skizze, die noch wachsen will.

Buchalov