Juergen bereitet die nächste Werkreihe skizzenmässig vor. Es geht um den „Rochen“, im weitesten Sinne, entstanden aus einer im „Burgerzoo“ in Arnheim fotografierten Serie. Na dann.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Und?, fragte ich.
Juergen meinte, dass der Salon gestern ein Neustart gewesen sei, der ihm sehr zugesagt habe. Man habe sich zwar nicht alle Tauschobjekte der „Buchalovs Freunde Tour“ angeschaut, sei aber über die, die man aus der Kiste herausgeholt habe, vertieft ins Gespräch gekommen. Vieles sei angeschnitten worden. Bildhauerische Themen hätten den Schwerpunkt gebildet. Er habe natürlich schon einiges, vielleicht auch zuviel, von seiner Tour im Sommer berichtet, aber das sei wohl notwendig gewesen, um das Procedere des Tauschens zu verdeutlichen und den Rahmen der gesamten Aktion abzustecken.
Vier der Gastgeber vom Sommer seien auch in „Zelle k5“ gewesen, was ihn wirklich sehr gefreut habe und was natürlich das Reden über deren Tauschobjekte erleichtert habe.
Und dann sei er gefragt worden, was denn das Verbindende bei der Tour gewesen sei. Heute könne er sagen, dass dies die emotionale Offenheit und generelle Bereitschaft derjenigen, die er besucht habe, gewesen sei, sich auf Fremdes einzulassen und sich persönlich zu öffnen. Er sei mit dem Hauptthema „Kunst sehen“ gestartet und letztendlich bei den Menschen, die Teil dieser Kunst seien, angekommen.
Sigrid habe zusätzlich Fotografisches mitgebracht und vorgestellt und betrachten lassen. Sie wünsche eine Rückmeldung als Anstoß, habe sie gemeint. Wegen der Entwicklung der Arbeiten. Und er glaube, dass sie danach mit dem Feedback ganz zufrieden war.
Und die erste Einladung sei ihm gegenüber auch schon für die Tour 2015 ausgesprochen worden. Gemeinsam gearbeitet werde dann auch. Es gehe also nächstes Jahr weiter mit der „Buchalovs Freunde Tour“.
Ach ja: die Feigenplätzchen, die er zum Anlas gebacken habe, seien auch gut angekommen. Was wolle man mehr.
Buchalov
„Hermann, der Vernetzer“ und Juergen saßen nebeneinander und schauten auf Jürgens Wand in „Zelle k5“. Da entstand eine neue Präsentationsform. Sie schauten. Aber darum ging es nicht.
Juergen hatte mal wieder auf schon der Entsorgung preisgegebene Papiere gedruckt, mit zufälligen Ergebnissen.
Sie unterhielten sich über den Zufall im Werkprozess und dass der ja immer anwesend sei, sie begleite und dass man ihn halt bei aller Planerei zulassen müßte und sollte, und dass man dann die Sinne zu schärfen habe dafür, wann dieser Zufall zuschlage, und wehe, man verpasse den Moment. Und dann sei zu entscheiden, ob man das Zufällige zulasse, und nachher seien das in der Regel die Arbeiten, die viel Lebendigkeit ausstrahlten. Darin waren sie sich einig.
Buchalov