Schlagwort: Atelier

  • „Hier ist aber ordentlich aufgeräumt!“

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    „Hermann, der Vernetzer“ hatte Besuch, eine junge Dame. Na ja, ihr Alter war schwer zu schätzen.

    Sie kam auch in Juergens Atelier, er hatte sie zu einem Kaffee eingeladen, und im Türrahmen stehend sagte sie, dass es hier ja verdammt ordentlich sei. Ich bemerkte, wie Juergen irritiert schaute.  Ich glaube, seine Eigenwahrnehmnung von seinem Atelierraum ist eine andere. „Was meint schon ordentlich?“, entgegnete er.

    Dann habe ich mich auch mal umgeschaut, das habe ich schon lange nicht mehr getan,  und festgestellt, das Juergen Depots und Materialhaufen  im Raum verteilt hat: Bilder, Fundstücke, Skizzen, Blätter, Fotos, Kopien und so was halt. Man kann das Ordnung nennen. Man kann das auch Suche nennen. Oder gedankliche Stolperfallen. Oder die Suche nach Sicherheiten. Oder Verbindungen. Na ja!

    Buchalov

  • Atelier: „Zelle k5“

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    Heute wollte Juergen über seine „Zelle k5“, sein  Atelier,  „philosophieren“. Ich solle einfach mal zuhören, bestimmte er. Na ja!.

    Erst einmal sei es ja ein Raum, oder besser zwei Räume. Der Eine sei sein Arbeitsraum, sein Druckreif, und Lager, der Andere sei ebenfalls ein Arbeitsraum, u.a. zum Zeichnen und filmen, und zudem könne er hier sich selbst und anderen auch einiges zeigen.

    Natürlich sei das Atelier aber auch der Ort, wo er gedanklich „herumventiliere“ – obwohl er vieles schon vorher zuhause oder auf dem Weg ins Atelier vordenke. Hier aber geschehe vieles während des Prozesses der Herstellung. Das lieb er. Der Plan sei immer das Eine, die Wendungen bei den Planabweichnungen das Andere, Stichwort Zufall oder Experiment.

    Er sitze oft auch nur so da, und schaue sich die Dinge an und überlege, was es denn sei, was da vor ihm liege oder hänge und welche Bedeutung es nun bekommen habe, da auf dem Papier.

    Und dann seien da noch die Gäste, die ihn besuchten oder die er einlade, mit denen er die Dinge vor – oder nachspreche. Spuren hinterlasse das immer, verwischte oder harte, solche, die den Weg aufs Papier oder in den Blog finden würden.

    Und das Treffen in den Nachbateliers wolle er auch nicht vergessen. Alles diene dem Austausch. Er rede zwar auch viel mit sich selbst, aber ohne die Kolleginnen und Kollegen gehe es bei ihm nicht.

    Die Türen seiner zwei Räume seien mit kleinen „Papier – Werken“ beklebt. Sicher auch kein Zufall. Und dass er sein Atelier „Zelle k5“ nenne, falle ja auch nicht vom Himmel. Zelle sei dabei nicht als kleiner Raum gemeint, sondern als biologisch – kreative kleine Einheit aus der etwas erwachsen könne. Und es sei halt sein fünftes Atelier.

    Buchalov

  • „Latos Stille #1“

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    „Er wird sich fortan auf die Stille fokussieren. Auf die Null, auf das Nichts. Auf den Nullraum. Auf dieses eine dunkle Loch. Er wird sich auf die Isolation dieses Zustandes konzentrieren. Das soll seine Bestimmung sein. Stille, nichts als Stille soll es sein.“

    So steht es im Buch „Lato, der Lauscher“  ( siehe  hier: >>> ).

    Und wenn ich Juergen heute morgen richtig verstanden habe, hat er nun begonnen das künstlerisch umzusetzen. „Latos Stille #1“ ist das erste Werk, das sich mit diesem Themenkreis beschäftigt. Weitere, so Juergen, werden folgen.

    Buchalov