Schlagwort: Atelier

  • drei Dinge

    IMG_6615Heute morgen war Juergen alleine in seinem Atelier „Zelle k5“. Ich traf ihn im „Raum fürs Grobe“ und er schnitt an seinem vorläufig letzten Seelenkasten. Vorläufig.

    Für ihn habe das auch etwas Meditatives. Er lasse sich dann gedanklich treiben und jetzt sei er wieder bei der Frage angekommen wie es für ihn mit dem Projekt „double bind“ weitergehe, wenn der vor ihm liegende Seelenkasten fertig sei.

    Er habe ja viel nachgedacht, über das, was diese „Engelsthematik“ ihm bedeute. Momentan kristallisierten sich, so meinte er drei Dinge heraus. Einmal sei da das Energetische, das in den Gesprächen auch mit „Rudolf, dem Bildhauer“ immer wieder auftauche. Aber wie könne man das fassen? Und dann diese Personifizierung. Für das, was mit uns so zufällig und schicksalshaft geschehe und was wir nicht vom Kopf her erklären könnten, würden dann immer die Engel herhalten müssen, personifiziert, denn dann  würde dieses Irrationale so schön erklärbar. Und die Symbolik der Figuren sei das Dritte. Symbolik bedeute ja, dass ein Wort, ein Bild, ein Zeichen eine stellvertretende Bedeutung für einen menschlichen Sachverhalt übernehme.

    Er wisse echt nicht, was er machen solle. Wo es weitergehe. Wie er das fassen könne und in eine Form bringen solle. Er müsse unbedingt mit Susanne reden.

    Ich sagte nichts. Er schnitt weiter.

    Buchalov

    For my english readers:

    This morning Juergen was alone in his studio „Zelle k5“. I met him in the „Raum fürs Grobe“ and he cut at his last provisionally soulbox. Provisionally.

    For him this was something meditative. He drives mentally and now he arrived back at the question, whats going on with the project „double bind“ , when this soulbox in front of him was ready.

  • husch husch: #9 – 2013

    IMG_6553Die Sonne strahlte und die Entscheidung fiel für ein „husch husch – Bild“. Und eine Arbeitspause.

    Buchalov

    For my english readers:

    The sun was shinning and the decision was made for a „husch-husch-picture“. And a break.

  • schwarz

    IMG_5566 2Dietlind habe ihn gestern über ihren Kommentar zu dem schwarzen Seelenkasten auf diese Schiene gebracht: Wieso sei ihm das Schwarz so nahe? So begann Juergen heute morgen unser Frühstück im Atelier „Zelle k5“. Und er dachte laut weiter.

    Letztendlich sei es ja schwarz und weiß, die er bevorzuge. Und manchmal das Rot. Der Klassiker, sagte da „Boris, der Maler“. Genau, meinte Juergen. Und dies liege sicherlich an der Reduktion, die sich dahinter verberge. Sie wüssten ja alle, dass er gerne alles auf ein Minimum beschränke. Wenig finde er gut. Aber Grautöne lasse er auch zu.

    Über die Wirkung von Farben habe er sich auch noch nie groß Gedanken gemacht. Außer ein paar Grundkenntnissen habe er da auch wenig Wissen angehäuft, meinte Juergen. Wie Farben wirken sollten, sei ihm bisher nicht wichtig gewesen. Es sei eher das Gedankliche gewesen, dass er umsetzen wolle: das Thema, der Gehalt, das solle sich wiederfinden und dann würde es natürlich auch in der Darstellung streng. Das wiederum korrespondiere ja mit dem „schwarz – weiß – Ding“. Natürlich wirke das oft düster und vielleicht verkauften sich die Sachen daher so schlecht.

    Obwohl ja der Holzschnitt und die Farbe Schwarz ja eine Tradition hätten.

    Auch die Tusche sei sein Material. Tusche liebe er, meinte Juergen. Sogar die digitalen Zeichnungen fertige er in letzter Zeit nur noch in mit schwarzen Konturen und Flächen an. Und wenig Farbe. Die Photos auf dem iPhone wandele er auch bevorzugt in sw – Fotos um. Komisch das Ganze!

    Jetzt, so dachte ich, versinkt er gleich im schwarzen Kreativloch.

    Buchalov

    For my english readers:

    Why is the colour black so important for me? So Juergen started this morning our breakfast in the studio. And he was thinking on loudly.