Schlagwort: Atelier

  • im Raum geschwebt

    Ruby war da – Angelas Hund – ebenso Angela, die Hobbymalerin, Rudolf der Bildhauer, Juergen und auch Teh, der Maler, den wir schon letztens in der Alten Molkerei besucht hatten: sie alle sassen gestern im Atelier bei Kaffee und „Talk Talk“. Und ich kam dann auch noch dazu.

    Juergen wollte eigentlich arbeiten und in seinen Ausstellungsvorbereitungen für sein Projekt „Flowers gone“ weiterkommen. Doch dann bestand seine Arbeit darin, Künstlerisches im Gespräch mit den Anderen zu „bearbeiten“. Das sei genau so harte und wertvolle Arbeit wie das Drucken, Filmen oder Zeichnen, meinte Juergen. Man lerne dabei. Die Verwendung von „masking tape“ bei der Hängung von Bildern war so ein Thema. Für ihn.

    Das Gespräch mit Teh im Anschluss hatte es ihm aber besonders angetan. Mit Teh verbinde ihn was, sagte Juergen. Es ging um das Bloggen, die technischen Tricks in „wordpress“, die strategischen Überlegungen des Tagebuchschreibens, über den Sinn des Ganzen, was das mit einem langfristig anstelle und wie man mit dem Zeitfresser umgeht, der beim Bloggen immer präsent sei.

    Aber eigentlich sei es um die Einheit von Fühlen und Denken in uns Menschen gegangen. Um die Ganzheitlichkeit in uns. Das habe ständig im Raum geschwebt.

    Teh schien auch zufrieden gewesen, sagte Juergen.

    Buchalov

  • Blick nach Innen

    Manchmal gehe ich in Geldern zu PB in die Karmeliterstrasse. In sein Atelier. PB ist eine kreative Größe vor Ort hier in Geldern. Mit Ideen, Einfluss und Engagement. Und Herz. Sein Kernprojekt ist der Wasserturm.

    Gestern, oder war es vorgestern, gab es  einen Kaffee und sogleich legte P, wie es so seine Art ist, los. Diesmal über die Ansammlung der Kästen an seiner Wand, gefüllt mit Gegenständen, die andere entsorgen und die er in die Bedeutsamkeit zurückführt. Beuys ist ihm sehr nahe.

    Er wolle da was über sich herausbekommen, sagte er. Und er erzählte fleißig von diesem Prozess und was das mit ihm macht und wie das auf andere wirkt und was ihm wichtig sei und wo er noch ungenau wirke und warum er diese Form der Ästhetik gewählt habe und dass er noch nicht am Ende angekommen sei und dass das Ganze sich nicht auf ein konkretes Ausstellungsprojekt bezöge und so weiter.

    Kunst als das Ergebnis des intensiven Blickes in sich hinein. Das blieb hängen. Das gefiel mir.

    Buchalov

  • wir haben Teh besucht

    Es war schon fast ein Betriebsausflug der „Ateliergemeinschaft Ostwall“: Juergen, Rudolf der Bildhauer und ich sind nach Schaephuysen gefahren. Dort gibt es in der Alten Molkerei die  Produzentengalerie „direkt“. Wir haben Teh besucht. Wir schätzen ihn sehr. Er malt dort und ist einer der sieben Galeristen. Der Raum wird von den Sieben auch als Atelier bzw. Kursraum benutzt – beengt zwar, aber mit farbenfrohen Ergebnissen. Es gab echte Kunst, Kunsthandwerk, dekorativen Kitsch und einiges, das sich als Kunst ausgab.

    Teh kämpft mit seinen Bildern. Er hat sich vom Informell gelöst und malt jetzt seit geraumer Zeit Gegenständlich.Ich finde, dass ihm das gut tut. Seinen Bildern auch. Und dass er sich von der Prägung durch die „Novalis – Malschule“ emanzipiert hat. Die besuchte er nämlich lange. Die Weiterentwicklung gelingt ihm.

    Er hat uns einiges gezeigt und  neugierige Fragen beantwortet. Seine Selbstportraits machten sehr neugierig. Kaffee gabs auch.

    Und einen schönen Abschiedsgruss vom kitschigen Zerg.

    Buchalov