Erzählen: was denn, wie denn, warum denn, wozu?
Dem waren wir auf unserem heutigen Treffen auf der Spur. Ein erster kompakter zusammenfassender Eindruck steht hier: 2 SIM Februar 2012.
Juergen
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Erzählen: was denn, wie denn, warum denn, wozu?
Dem waren wir auf unserem heutigen Treffen auf der Spur. Ein erster kompakter zusammenfassender Eindruck steht hier: 2 SIM Februar 2012.
Juergen
Ruby war da – Angelas Hund – ebenso Angela, die Hobbymalerin, Rudolf der Bildhauer, Juergen und auch Teh, der Maler, den wir schon letztens in der Alten Molkerei besucht hatten: sie alle sassen gestern im Atelier bei Kaffee und „Talk Talk“. Und ich kam dann auch noch dazu.
Juergen wollte eigentlich arbeiten und in seinen Ausstellungsvorbereitungen für sein Projekt „Flowers gone“ weiterkommen. Doch dann bestand seine Arbeit darin, Künstlerisches im Gespräch mit den Anderen zu „bearbeiten“. Das sei genau so harte und wertvolle Arbeit wie das Drucken, Filmen oder Zeichnen, meinte Juergen. Man lerne dabei. Die Verwendung von „masking tape“ bei der Hängung von Bildern war so ein Thema. Für ihn.
Das Gespräch mit Teh im Anschluss hatte es ihm aber besonders angetan. Mit Teh verbinde ihn was, sagte Juergen. Es ging um das Bloggen, die technischen Tricks in „wordpress“, die strategischen Überlegungen des Tagebuchschreibens, über den Sinn des Ganzen, was das mit einem langfristig anstelle und wie man mit dem Zeitfresser umgeht, der beim Bloggen immer präsent sei.
Aber eigentlich sei es um die Einheit von Fühlen und Denken in uns Menschen gegangen. Um die Ganzheitlichkeit in uns. Das habe ständig im Raum geschwebt.
Teh schien auch zufrieden gewesen, sagte Juergen.
Buchalov
Manchmal gehe ich in Geldern zu PB in die Karmeliterstrasse. In sein Atelier. PB ist eine kreative Größe vor Ort hier in Geldern. Mit Ideen, Einfluss und Engagement. Und Herz. Sein Kernprojekt ist der Wasserturm.
Gestern, oder war es vorgestern, gab es einen Kaffee und sogleich legte P, wie es so seine Art ist, los. Diesmal über die Ansammlung der Kästen an seiner Wand, gefüllt mit Gegenständen, die andere entsorgen und die er in die Bedeutsamkeit zurückführt. Beuys ist ihm sehr nahe.
Er wolle da was über sich herausbekommen, sagte er. Und er erzählte fleißig von diesem Prozess und was das mit ihm macht und wie das auf andere wirkt und was ihm wichtig sei und wo er noch ungenau wirke und warum er diese Form der Ästhetik gewählt habe und dass er noch nicht am Ende angekommen sei und dass das Ganze sich nicht auf ein konkretes Ausstellungsprojekt bezöge und so weiter.
Kunst als das Ergebnis des intensiven Blickes in sich hinein. Das blieb hängen. Das gefiel mir.
Buchalov