Juergen hat, so glaube ich, einen Endpunkt beim Thema „Rosen brechen“ erreicht. Ich soll seine Ergebnisse in den nächsten Tagen hier unkommentiert zeigen. Was ich gerne tue. Danach werden sie auf seiner Homepage „EINBLICK“ eingestellt.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Juergen hat, so glaube ich, einen Endpunkt beim Thema „Rosen brechen“ erreicht. Ich soll seine Ergebnisse in den nächsten Tagen hier unkommentiert zeigen. Was ich gerne tue. Danach werden sie auf seiner Homepage „EINBLICK“ eingestellt.
Buchalov
Vertrödelt, einfach vertrödelt. Diesen Tag. Den gesamten Tag. Mit diesem Aprilwetter.
Morgens die Vernissage in Kempen, Kramermuseum, damit fing es an, Riesenandrang, die genau so ablief, wie sie nicht ablaufen sollte: Stehplatz, ellenlange Reden, der Bürgermeister, die Museumsleiterin, Vorstellung eines jeden Künstlers, detailliert, spätere Einschränkung der eigenen Wahrnehmung durch das Gehörte inbegriffen und irgendwann gibt man auf, schaltet ab, huscht später lustlos durch die Ausstellung, zügig, hört die scheinheiligen und teilweise unqualifizierten Ohs und Ahs, sieht die Werke vor lauter Menschen nicht und denkt sich: warum tue ich mir das immer an. Es geht doch eigentlich auch anders.
Aus Frust nachmittags ferngesehen, rumgeräumt, das Buch gegriffen, wieder weggelegt und eine Rose zeichnerisch gebrochen. Das wars.
Eigentlich selbst verschuldet. Das Ganze. Der Tag.
Selbst verschuldet.
Buchalov
„Na?“, fragte Juergen heute morgen. „Gab es gestern im Blog gepostete Reaktionen auf Deinen Hinweis, dass gute Bilder eine eigene Kraft entwickeln und in ihrer Ästhetik gegen den Strich gebürstet sind?“
„Nein!“, sagte ich. „Das scheint nur ganz ganz wenige zu interessieren. Ist wohl zu akademisch, das Thema. Oder es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um sich darauf einzulassen.“
„Tja!“, erwiderte er. „Timing ist eben wichtig. Bei so geringem Interesse kannst Du ja heute dann mal wieder ein „husch – husch – Bild“ einstellen, eins von der ganz schrägen Sorte. Wegen der Ästhetik. Nimm ein Blumenmotiv. Das geht jetzt im Frühling besonders gut. “
Genau!
Buchalov