Schlagwort: Bild

  • airbrushen

    Meine Nachbarin Frau R. habe ich gestern an der Mülltonne getroffen. Wir haben uns lange nicht gesehen, weil sie mit Ihrer Mutter unterwegs war. Beide reisen nämlich gerne. Aber nicht mit der Bahn oder dem Flugzeug, sondern mit dem eigenen Wagen. Von Rennstrecke zu Rennstrecke. Innerhalb Europas. Frau R. liebt nämlich die schnellen Flitzer, den Geruch von verbranntem Gummi und im Besonderen mag sie den  Nürburgring.

    Und weil Frau R. ihr Auto liebt, investiert sie einiges in seine Verschönerung, in die Dekoration ihres Gefährts. Ich habe ihr ein Bild  von „der blauen Blume“ geschenkt und hoffe, dass sie es irgendwo auf Ihr Auto airbrushen lässt. Oder zumindest mal drüber nachdenkt.

    Buchalov

  • hineingefuchst

    Und so habe ich mich in die „neue Welt“ des Zeichnens mit dem iPad in den  letzten Wochen „hineingefuchst“:

    das Programm und der dazugehörige Zeichenstift für das Pad wurden erworben,

    Konturen wurden gezeichnet,

    dann kam die Farbe in der Fläche hinein,

    danach versuchte ich die vorgefertigten Programmstruktur der farbigen Flächen einzubringen,

    diese wurde von mir aber verworfen und  und die Flächenstrukturen wurden nun eigenständig entworfen,

    dann kam der „Aha-Moment“, als die Ebenenfunktion des Zeichenprogrammes verwendet wurde und die Transformation von Formen möglich war,

    anschließend habe ich Stiftformen ausprobiert und mich  auf den Beistift B9 beschränkt

    und schließlich entdeckte ich „das Abpausen“ wieder, aber so, dass es wie „hingeschmissen aussah“, wie eine echte Papierskizze eben.

    Und dazwischen lief stets der Test bei allen Personen meines Umfeldes, ob sie erkennen konnten: auf Papier gezeichnet und eingescannt oder digital erstellt?

    Und dann kam mein Anspruch, dieses neue Handwerkszeug in der Handhabung so zu erlernen und so zu verwenden, dass es nicht technisch “ new- media“, sondern „handmade“ nach klassischer Art aussieht.

    Der Lernprozess ist noch nicht beendet.

    Jürgen

  • über die Bedeutung von Skizzen

    Rudolf hat sich heute von mir verabschiedet, als ich Juergen in seinem Atelier besucht habe. Er fährt für fünf Wochen in den Breisgau zu seiner Tochter und hütet deren Katze.

    Wir haben eine neue Kaffeesorte ausprobiert und über die Bedeutung von Skizzen geredet. Rudolf meint, dass Skizzen in zeichnerischer Form, auch die, die auf dem iPad enstanden sind, dabei drei Aspekte haben:

    Erstens sind sie das Ergebnisse der Suche innerhalb eines Projektes, das man gerade verfolgt. Sie helfen, sich dem Thema anzunähern. Sie machen klar.

    Zweitens sind sie ein eigenständiges Ergebnis, das durch aus auch als eigenständiges Bild gezeigt werden kann und soll.

    Und drittens fließen sie in das Endergebnis des Projektes oder Themas konkret ein, indem sie übertragen werden – in welcher Form und mit welchen Hilfsmitteln auch immer. Sie finden sich im Kunstwerk als Teil desselben wieder.

    Jürgen, der ja momentan viele auf seinem iPad zeichnet, meinte, dass ihm dies sehr helfe und dass ihm aber auch noch wichtig sei, das die Zeichnung, gerade weil sie mit technischen Hilfsmitteln erstellt werde, die klare Handschrift des Zeichnenden tragen müsse. Der individuelle Stil des Zeichners, nicht das Hilfsmittel dürfe die Zeichnung bestimmen. Jürgen hat wohl Angst, dass seine Skizzen durch die verwendete Software und das Zeichenbrett digitalisiert, standardisiert, eben medial und weniger eigenständig wirken.

    Buchalov