Es gibt eine Vorlage, ein aktuelles Projektthema, ein Zeichenbrett und „Husch – husch – Zeit“, die genutzt werden will. Und manchmal gibt es ein zeigbares Ergebnis.
Juergen
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Vieles, von dem, was man so täglich erledigt, ist nicht direkt geplant, sondern „läuft so ab“, spielerisch, absichtslos, weil es sich so ergibt.
Bei manchen Werken von Juergen habe ich den Eindruck, dass dies auch so geschieht. Wenn ich ihm über die Schulter sehe, „dann spielt er manchmal so rum“, ist zwar mit einem Thema beschäftigt und das findet sich auch wieder. Aber einiges geschieht absichtslos. Kein Plan. Es ergibt sich so.
Juergen hat mir gesagt, dass er das genießt, weil immer diszipliniert und pflichtbewusst agieren, sei öde. Er möchte auch schon mal spielen.
Bisweilen komme auch etwas Positives dabei heraus.
Buchalov
„Viele Brötchen. Po neben Po. Blumenblätter. Schmiedeeisen. Ich weiß nicht.“
Das waren einige Reaktionen auf dieses Motiv, als Juergen es den Besuchern im Atelier auf dem iPad zeigte. Die Anfänge des Entwurfes eines Scherenschnittes – so war es gedacht. Er war dann sichtlich verunsichert – wegen der Uneindeutigkeit des Motivs, das er selbst doch so eindeutig gesehen hatte.
Tja, so ist das mit der Abstraktion: man sieht, was man sehen will.
Tja, und so ist das mit den Absichten, die man hat: man kann ganz schön daneben liegen.
Buchalov