Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Juergen war sich unsicher, ob das so gehe. Aber jetzt, nachdem er sich mit sich selbst besprochen hat, meint er, dass er seinen kleinen Film zeigen solle. Der handelt von der Auflösung und dem sich aus der Welt verabschieden. Den Anstoß gab vor einiger Zeit der Tod seines Künstlerfreundes Peter Maschke. Da mache man sich so seine Gedanken, meinte Juergen.
Buchalov
Jörg und Juergen tauschen. Unfertige Arbeiten. Seit Anfang November. Das Unfertige soll der Andere dann in den nächsten Tagen oder Wochen fertigstellen bzw. beenden. Die Autorschaft ist eine gemeinsame. Und sie tasten sich so langsam hinein. Das Ganze nennen sie „zweifertig“
Ich fragte Juergen, welchen Sinn denn solch eine Kooperation habe?
Sie mache einfach Spaß, sagte er. Und er finde es auch ganz spannend dem nachzuspüren, was Jörg wohl gedacht habe, umgesetzt habe, warum er an bestimmten Stellen aufgehört habe zu arbeiten, wie er zu seinen Themen komme, ob er, Juergen, dem, was Jörg wirklich bewegt habe, auf die Spur kommen werde, ob er es mit seinen Mittel fortführen könne und was der gesamte kreative Prozess mit ihnen so mache. Es gehe auch um den Austausch, das Besprechen. Solche Sachen halt. Diese Fragen seien der Grund für das Projekt. Man lerne halt voneinander. Ein geschlossenes Ganze solle das Neue ja auch noch ergeben. Und Jörg sei einfach ein toller Mensch und Künstler.
Er bat mich in den nächsten Tagen weiter über „zweifertig“ zu berichten und ich soll ruhig mal so was „Nichtfertiges“ zeigen.
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