„Give peace a chance“
(John Lennon)
Eine Frohe Weihnacht wünschen von Herzen Buchalov und Jürgen.
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Es gibt Bilder, sagt Juergen, die sieht man, kann sie leider aus welchen Gründen auch immer, nicht mit der Kamera festhalten. Aber im Kopf sind sie da.
Als Beispiele nennt er das Kind, das während der Urnenbeisetzung seitlich vom Grab mit Hilfe der Eltern, über das Gitter gezerrt, in den Kompost erbricht – dezent.
Oder den Pastor, der so kurzsichtig ist, dass er mit seitlich verdrehtem Kopf, extrem kurzer Distanz und ohne Kontakt zur Gemeinde aus der Bibel, wie eine verzerrte Marionette, das Wort Gottes zu lesen versucht.
Oder die in der Nachtdunkelheit hell – gelb bis helle – orange leuchtenden Gewächshäuser am Rand der Fahrbahn, an denen man im Auto sitzend vorbeihuscht und glaubt, da seien Außerirdische gelandet.
Buchalov
Als ich im Atelier von Juergen eintraf, saß er bei Rudolf, dem Bildhauer, sie tranken Kaffee und sie redeten. Es ging um die Sinnhaftigkeit ihres Tuns. Und seine Wirkung auf sich selbst oder die Anderen. Sie redeten vom Meer der Kunst und dem Meer an Künstlern in diesem Meer.
Rudolf meinte, dass er oft hier stehe, über seine Sachen schaue und sich frage, was davon wie auf die Menschen wirke und was schließlich bleibe. Jürgen hörte sehr genau zu. Sie fühlten sich offenbar sehr nahe.
Buchalov