Ich habe Boris in Geldern besucht. In seinem kleinen Atelier duftet, nein riecht es immer nach Ölfarbe und Leinöl. Boris arbeitet momentan an Landschaften – seltsamen Landschaftsausschnitten mit Personen, die Dinge zu erledigen scheinen. Aber was sie machen ist unbestimmt.
Wenn er so weit sei wie jetzt, sagte Boris, sei das Schlimmste schon überstanden: der Anfang. Er habe immer Angst vor der weißen Leinwand. Wie der Torwart vorm Elfmeter.
Aber da müsse man eben durch – immer wieder!
Buchalovs
Schlagwort: Buchalov
-
der Anfang
-
kreatives Herz
Salomon war ganz in seinem Element: an der Hauptschule in Nettetal – Kaldenkirchen hat er heute mit seinem Tanzprojekt „schwarzer schnee auf hellen gipfeln – zwischenwelt“ begonnen. Das Casting stand an, und er hat die Schüler ausgewählt, die nächste Woche an diesem Projekt teilnehmen werden. Meine Nachbarin Frau R. war auch da und hat sich als Projektbegleiterin mit eingebracht. Alle waren total stolz, sagt Frau R.: die Schüler, weil sie zeigen konnten, was sie tänzerisch „drauf hatten“ – die waren zum Teil sehr gut vorbereitet, Salomon, weil er so richtig in seinem Element war und das gesamte Umfeld als sehr positiv empfand und Frau R., weil es ihr einfach Spaß machte: sie fand sich im Ablauf der Bewegungen wieder und das Ganze berührte ihr kreatives Herz.
Juergen und Boris hatten ebenfalls Anteile am Projekt: Boris hat die Keilrahmen für das Bühnenbild bespannt und Juergen hat mit zwei Schülerinnen das Bühnenbild gemalt – eine Zwischenwelt, die von tierischen Wesen beherrscht wird. Mal sehen, ob das Motiv Auswirkungen auf die Tanzinhalte in der nächsten Woche hat.Buchalov
-
sieben Tage – Nachlese 2
Das ist meine zweite Nachlese – eine weniger erfreulichere als die von gestern.
Diesterheft-Brehme hatte im Alten Wasserwerk ausgestellt und eine Rauminstallation, die sich auf den Raum eingelassen hatte, aufgebaut. Eine qualitativ gute Arbeit. Er suchte den Dialog mit den Besuchern. Leider war die Resonanz mässig. Und was in Geldern am Wasserturm gut funktionierte – der Austausch mit vielen Besuchern- fand hier leider nur sehr begrenzt statt. Mangels Masse.Mein Dank an den Künstler zählt daher doppelt.
