Schlagwort: contemporaryart

  • künftig/bald/nach vorne – Faltungen: das Verdoppeln und die Oberflächen

    „Ist der Blick einmal geschärft“, so sagte Juergen zu mir, „dann sieht man die Faltungen im Täglichen ständig. Und das gilt ja für vieles.“ So hat er in den letzten Tagen einige Fotos mit seiner Altglaskamera in seiner privaten Umgebung geschossen, ohne das er im Atelier aktiv war. Und Falten läßt sich ja überall.

    Heute im Atelier dann gab es zwei Punkte, die besonders hervorstachen: Jürgen hat versucht einige der Grundformen, die er schon an den Tagen letzte Woche gefaltet hatte, zu verdoppeln. „Der Schatten ist der Zwilling“ ließ grüßen.

    Und er hat sehr bewußt aus den Restepapieren die ausgewählt, die mit ihren Oberflächen dominant und präsent daherkamen. Denn er ahnt, dass dieser Zusammenhang von Oberfläche bzw. Motiv und den Faltungen etwas Zentrales ist und über die Qualität der zukünftigen Arbeiten entscheiden wird.

    Es gab aber auch ein „Aber“: Jürgen schien mir nicht so recht zufrieden, denn die Ergebnisse entsprachen nicht dem gedachten Weg, sie waren eher Zufallsergebnisse. Aber was lamentiert er denn: Jürgen setzt doch immer auf den Zufall. Das habe ich ihm dann auch gesagt.

    Buchalov

  • künftig/bald/nach vorne #4: Faltungen

    Es ist Zeit für einen weiteren Blick nach vorne. Die Einschränkungen der Pandemie wirkten sich offenbar positiv auf Jürgens Projekt “künftig/bald/nach vorne” aus: im geschützten Raum des Ateliers kann er die Dinge ohne großen Einfluss von außen vorantreiben, die er schon immer angehen wollte, und die für ihn eine Perspektive haben. Und die Faltungen als Thema beginnen sich ihm nun zu nähern, denn er sucht schon im Atelier nach alten Ergebnissen, fotografiert fleißig und sucht im Internet nach Anregungen.

    Falten, entfalten, knicken: Faltung: was ist das? Ist dies eine für Jürgen zukünftig zu nutzende Technik? Ist das Basic so wie die Linie oder der Punkt oder die Transformation oder das Wasser? Es wird Zeit da einiges zu klären! Das Thema scheint wichtig zu sein, denn schon seit Jahren tauchen in Jürgens Werk vereinzelt Faltarbeiten auf, von denen er, so sagt er, nicht genau wisse, was das eigentlich solle. Scheinbar gebe es da eine Faszination und ein verzagtes Umsetzen von Ansätzen. Wenn ein Thema jetzt nach vorne weise, dann sei es das „der Faltung“.

    Also hat er sich wieder einige Fragen gestellt, hat Handlungsanweisungen zu ihrer möglichen Beantwortung entwickelt und will in den nächsten Tagen mit diesem Thema im Atelier starten. Wer teilnehmen möchte ist dazu herzlich eingeladen. Jürgen würde sich sehr freuen.

    Buchalov

  • Projekt ohne Namen #65: … „because I’am nacked, and you will come in“

    Als „Dinks song“ ihm letztens über den Weg gelaufen ist, in seinem Mix der Woche auf Spotify, da hat Juergen zuerst gedacht, dass es ein Song von Bob Dylan sei. Und jetzt schickt Susanne Haun eine Textzeile aus diesem Song, „Now my apron’s up to my chin, because…“, und Jürgen erfährt, dass dies ein Filmsong ist und bei Wikipedia liest er dann, dass der Song eine Geschichte hat, so eine richtig lange, mit unzähligen Interpreten, mit diversen Textversionen, und Jürgen hat sich hingesetzt, die Chords und Lyrics rausgesucht und das Lied gespielt. Ich fand das richtig gut und habe mit Interesse zugeschaut und zugehört. Und dabei ist ihm dann auch der zweite Teil des Satzes eingefallen: … because I‘am nacked and you will come in“

    Im Ganzen klingt das jetzt so:

    S: „Now my apron’s up to my chin, because…“ J: … I’am nacked und you will com in“

    Das Projekt “Projektohnenamen” geht also weiter. Dabei schicken sich Susanne Haun und Juergen gegenseitig Halbsätze zu, die der andere vervollständigen soll und zusätzlich visualisiert: alles ist dabei möglich. Jürgen benutzt dazu Dekobögen, altes Restepapier und kleine Druckstöcke aus seiner Kiste für Kleines. Er zeichnet, klebt und druckt. Den Antwortsatz hat er grob im Kopf, der Restergibt sich während des Arbeitens. Das Material diktiert das so manches.

    Auf Instagram kann man das Projekt verfolgen: >>> https://www.instagram.com/projektohnenamen/<<<

    Jürgen schickt Susanne jetzt folgenden Halbsatz: „Sie sollten sich klarer ausdrücken …

    Buchalov