to grow | die Sache mit den Netzen |

Die Frage war: Gibt es einen Zusammenhng zwischen Netzen und dem Wachsen von Netzen?
Und der dazugehörige Arbeitsauftrag lautete: Falte und entfalte Papiernetze, fotografisch dokumentiert, die sich später über Gegenstände dehnen und wachsen oder wachsen könnten. Oder: Erstelle einen Druckstock mit dem Motiv eines Netzes und entfalte daraus ein gedrucktes, wachsendes Netz durch Wiederholung des Druckvorgangs.

Erste Versuche gibt es. Jürgen vermutet aber mittlerweile, dass dies vielleicht eine thematische Sackgasse sein könnte. Na ja! Mal schauen, was er dennoch daraus noch entwickelt.

Buchalov

vier+ | ein Wandbild | wächst da etwas zusammen?

Vorderseite:

Rückseite:

ein Wandbild, Papierarbeit, ca. 80 x 80 cm, Fotoarbeit als Faltobjekt

Es ist eigentlich immer die gleiche Vorgehensweise, wenn Jürgen für sich etwas klären will: dann nimmt er es mit in sein Atelier und experimentiert. Das gilt auch für das Projekt “Vier+”, den Versuch der Zusammenarbeit von fünf befreundeten Künstlern. Der Findungsprozess läuft noch.

Buchalov

I have never been in the „Altes Wasserwerk“ before | Bauch und Kopf und Hand | +3

Vorgestern war Samstag und zweimal hatte der Starkregen am Abend vorher zugeschlagen. Spuren waren im Alten Wasserwerk direkt nicht zu sehen. Obwohl alles ja Spuren hinterläßt. Im Gebäude war es nasskalt. Jürgen hatte einen selbstgemachte Kartoffelsalat mitgebracht, und die Anderen Salate, Brot, Aufstriche. Das war der Bauch.

Jürgen hat an den Zeichnungen von Freitag weitergearbeitet, sie vervollständigt und versucht, einiges in eine vom Wasserwerk losgelöste Form zu bringen.

Neue Zeichnungen sind auch entstanden, die sich mit Erinnerungsstücken beschäftigen, Gegenständen, die er nun nach Jahren der Abwesenheit von diesem Ort wiedergefunden hat und die er mit den Möglichkeiten von heute zeichnerisch umgesetzt hat. Ich fragte ihn, ob das im Blick nach hinten oder nach vorne geschehe? Alte Geschichten und Blicke bringen einen ja nicht unbedingt weiter, wahrscheinlich nur dann, wenn sie in die Zukunft transferiert werden.

Zwei Falt- bzw. Klebeobjekt gab es auch.

Das war der Kopf und die Hand.

Buchalov

Projektohnenamen #67: …“ da und da und da!“

„Dadaismus ist …“ „Mein Gott“ hat Jürgen gedacht als er das las. Susanne hatte ihm wieder einen Halbsatz zugeschickt, den er vervollständigen sollte. Sein Gedanke: Jetzt wird es kunsthistorisch. Jetzt wird es gewichtig. Susanne hatte ihm da einen Halbsatz zur Vervollständigung geschickt, der hatte es wirklich in sich. Man kann ja schließlich hier im Block keine Abhandlung darüber schreiben, was Dadaismus ist. Aber die Wortbedeutung könnten man mal nachschlagen, hat er sich wohl gedacht. Und fand da neben vielem anderen die Erklärung, dass der Dadaismus seinen Namensursprung in der Bezeichnung eines französischen Spielzeugs haben soll. Französische Kinder nannten wohl ihr Steckenpferd Dada. Ob das wohl stimmte?

Egal: Der Dadaismus ist groß, gewaltig und eine Kunstströmung, die nicht mehr wegzudenken ist und – für Juergen ganz wichtig – das Konventionelle ablehnt, nach neuen Wegen suchte und Nichtkonformistisch daherkam. Oder kommt, denn den Neodadaismus gibt es ja auch schon. Für den Rest nehme man das Internet.

Nach einigem Zögern hat Jürgen dann eine Notiz geschrieben. Die hatte Bestand, auch nach Tagen noch, und Jürgen hat also vervollständigt mit „…da und da und da!“ Der ganze Satz geht jetzt also so:

Dadaismus ist da und da und da!

Und Susanne bekommt von Jürgen jetzt folgenden Satzfetzen zugeschickt: „Wenn ich einen rostigen Nagel fotografiere …“

Buchalov