Ich glaube, ich habe die „Farbe blau“ entdeckt.

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„War ja klar: die „Buchalovs Freunde Tour 2018″ führte auch zu mir. Nicht nur an fremde Orte. Nicht nur zu Personen. Auch zu mir.“ So Juergen heute zu mir.

„Und ich glaube“, fuhr er fort, “ ich habe die Farbe Blau entdeckt.“ Denn das war so sein Eindruck, als er heute das Material der Fahrt sichtete und einige Skizzen genauer in den Focus nahm.

Buchalov

 

über die Farbe

Susanne Haun und Armin Rohr haben einen Dialog über die Wirkung von Farbe oder die symbolische Bedeutung von Farbe auf dem Blog von Susanne geführt.

Dabei ist mir dann wieder mein Erlebnis mit Boris dem Maler in den Sinn gekommen und wie er meinen Zwischendruck vor Tagen, der rosafarben angelegt war, mit Missachtung bedacht hat, weil er die Farbe nicht mag und das Ganze als Kitsch eingestuft hat.

Und ich habe mir die Farben von Ute Schätzmüller in der Atelierscheune bewusster angeschaut und ihre Wirkung auf mich hinterfragt.

Und jetzt im Nachdenken darüber bemerke ich, dass auch ich Vorlieben für bestimmte Farben habe, für Farbkombinationen und das ich diese nie bewusst verwendet habe. Wo die herkommen ist mir ein Rätsel. Ich war immer im Glauben, dass Farbe bei meiner Arbeit eigentlich keine Rolle spielt. „Eigentlich“ deshalb, weil ich bisweilen schon Farbkombinationen eingesetzt habe, die auf eine „schräge“ Wirkung angelegt waren, nämlich nicht harmonisch, sondern irritierend. Ansonsten war mir der Einsatz der Farbe ziemlich gleichgültig. Zum Drucken habe ich die Farben verwendet, die im Atelier noch vorhanden waren. Natürlich weiß ich um farbpsychologische Wirkungen. Sie hatten aber für mich bisher persönlich keine Bedeutung.

Ich sollte mich mal intensiver um das Thema „Farben“ kümmern – damit ein kompetenter Künstler aus mir wird.

Juergen

Linie, Farbe, Blume

Gestern habe ich geklagt. Über kreative Leere. Und erhielt moralische Unterstützung von Susanne Haun. Ich bin zwar nicht Ihrem guten Vorschlag gefolgt, habe mich aber dennoch auf den Weg gemacht.

Linie und Blume, nur Kontur,  mit ein wenig Farbe, die dann doch dominiert: so starte ich. Nach einem Bild in der Zeitung. Auf dem iPad erstellt. Schnell, schnell, damit es fließt. Damit es beginnt.

Juergen

Gegenstandslosigkeit

Ich wollte Juergen im Atelier „nur so“ besuchen und fand ihn in heller Aufregung. Und im Aufbruch. Er habe jetzt genug: das schwarze Quadrat mache ihn fertig. Dreißig Stück habe er jetzt gedruckt, per Hand, für die Weihnachtsedition von Boris, Rudolf,  und ihm selbst, als Hintergrund, und jetzt könne er nichts mehr sehen. Er sei leer und ohne Bilder im Kopf, alles quadratisch, alles nur schwarz.

Er sei Gegenstandslos geworden. Er sei Gegenstandslos.

Dann schloss er ab und wir gingen. Er hoffe auf die Nacht und morgen, sagte er im Rausgehen.

Buchalov

Blumen umfassen so vieles

Meine Nachbarin Frau R. hat Jürgens Blumen hier im Blog gesehen und schrieb in einer Mail an ihn: „Blumen umfassen so VIELES: Leben, Emotionen, Sinne, Neues, Vergangenes, Verfall, Zeit Ästhetik, Farben, Formen, …“ Wie wahr. Und deshalb waren sie ja auch so intensiv Gegenstand vieler künstlerischer Darstellungen in der Historie der Kunst.  Und weil sie so viel umfassen, sind sie so schwer zu fassen, und weil sie schon so umfassend erfasst wurden, tritt Sättigung ein und, so sagt Juergen, verflüchtigen sich im Moment auch vor seinem Auge immer mehr.

Konstruktivistische Bildelemente in Reduzierung von Form und Farbe sollen helfen sie zu halten. Meint Juergen. Und er experimentiert weiter.

Buchalov