Heute reichte die Zeit nicht. Den gesamten Tag über war ich Getriebener und Äußeres hat mich bestimmt. Mist!.
Also muss wieder ein „husch – husch – Bild“ her.
Juergen
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Aus dem Gegensatz von Natur und Zivilisation, aus Organischem und Mechanischem lässt sich eine Spannung entwickeln, sagt Juergen und kombinierte heute zeichnerisch seine Rosen mit den Weltprojektionsmaschinen, die er vor einiger Zeit schon einmal entworfen hatte. Rudolf der Bildhauer schaute sich den ersten Entwurf im Atelier an und hatte Bedenken. Damit war Juergen zufrieden, denn er bürstet momentan aus seiner aktuellen Stimmung heraus gegen den Strich.
Buchalov
In der Tageszeitung „Rheinische Post“ erscheinen im überregionalen Teil jetzt täglich Frühlingsgedichte. Diverse Blogs zeigen die pastellenen Farbtöne der ersten Blumenblüten. Die Werbung quillt über mit floralen Ankündigungen des Frühlings. Viele stürzen sich mit dem Fotoapparat auf die frisch aus der Erde sprießenden Blümchen. Der Frühling hält Einzug und mit ihm die Verwendung der Blumen als das Leben nach langer Winterzeit ankündigendes Symbol.
Nur Juergen sitzt in seinem Atelier „Zelle k4“, draußen scheint hell die Sonne, grübelt, experimentiert mit verschiedenen Materialien und bastelt an drucktechnischen oder mechanischen Möglichkeiten, die Blüten der Rosen zu zerstören. Antizyklisch irgendwie.
Seine Stimmung ist nicht positiv. Er wirkt gereizt.
Buchalov