„Husch husch“ ist wieder angesagt. Für mehr bleibt heute keine Zeit.
Buchalov
For my english readers:
„Husch husch“ is going on. There is no time for more today.
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Unser Aufenthalt in Münster letzte Woche hatte schon viele Facetten. Der Besuch der Kunsthalle am Hafen im „Speicher 2“ war davon eine, aber eine nicht unwesentliche. Wir sahen Olaf Nicolai. Der Titel der Ausstellung lautete „The peacock with his long train appears more like a dandy than a warrior, but he sometimes engages in fierce contests“. Und wir mussten lange schauen, lange reden, vieles besprechen und den Ausstellungsflyer hinzuziehen, um das Gesehene zu interpretieren.
Zurück ging es im „Speicher 2“, in welchem die Kunsthalle unterm Dach angesiedelt ist, über viel Treppen, vorbei an vielen Künstlerateliers, nach unten und ich schoss dieses Bild mit dem Text auf dem Flurboden. Die Aussage hat mich mehr als gereizt.
Buchalov
Das Kramen in alten Fotos ist wie Psychohygiene: Man ruft über die Bilder all das auf, an das man sich erinnert. Man versetzt sich wieder in das gesamte Drumherum, damals, die Dinge, Menschen, Abläufe, und lässt so manches noch einmal Revue passieren und einiges ist verwischt. Zum Abschluss bewertet man. Bilanziert. Gibt ab. Reinigt sich. Verarbeitet.
Rudolf der Bildhauer meinte, dass sich dabei auch Impulse für neue Arbeiten ergäben. Juergen pflichtete ihm bei. Für ihn sind die Fotos auch Bildmaterial, dass er sich in seine „Materialkiste“ legt und später verwenden kann.
Warum ich das schreibe? Als ich heute in Geldern die beiden in ihrer Ateliergemeinschaft besuchte, Boris der Maler, der ja auch dazu gehört, ist momentan in Polen, machten sie genau dies, die Beiden.
Buchalov