Man sitzt so herum, schießt „husch husch“ ein Bild, fertig!
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Der Zufall spiele schon eine große Rolle. Und man solle ihm nachgeben. Ihn vielleicht sogar provozieren. Dies meinten „Rudolf der Bildhauer“ und Juergen unisono.
Sie standen vor einer Kleinplastik von „Rudolf dem Bildhauer“, sahen das kleine, braune Ausgangsmodell, umliefen die zum Trocknen aufgestellte größere Form und sprachen darüber, dass der Zufall einem schon helfen könne, einen konventionellen Weg zu verlassen. Wenn er die Plastik zum Trocknen des Bodens nicht seitlich gelagert hätte, sei ihm die nun entstandene neue und faszinierende Form nicht in den Sinn gekommen, meinte „Rudolf der Bildhauer“. Er werde wohl noch eine zusätzliche Plastik mit dieser anderen Form anfertigen. Da war er sich sicher. Und diese würde dann über das Konventionelle der ersten Plastik hinausgehen. Das wiederum fand Juergen sehr gut.
Buchalov
Juergen erzählte, dass er beim Aufräumen im Haus seiner Mutter einen Postkartensatz mit Abbildungen von „Tilmann Riemenschneider – Figuren“ gefunden habe. Die arrangiert er jetzt auf seinem großen Tische, hin und her. Er will etwas damit machen, weiß aber noch nicht was. Er versucht und experimentiert.
Und er sei richtig begeistert über das, was er da gefunden habe. Er könne diese Bilder immer wieder betrachten. Die hätten was. Wenn er glaubt, etwas gefunden zu haben, kritzelt er Worte auf seinen Tisch. Das habe ich selbst beobachtet.
Und er frage sich, ob er nostalgisch sei oder vielleicht auch zu sehr nach hinten gerichtet oder einfach nur interessiert – wegen der Motive, dem Material und der Zeit.
Buchalov