Schlagwort: Geldern

  • mit Wucht

    IMG_5346Es war zwar Sonntag, aber dennoch herrschte reges Treiben in der Ateliergemeinschaft am Ostwall.

    „Rudolf, der Bildhauer“ arbeitete am Modell seines explodierenden Kubus und seiner gestreckten Holzfigur. „Boris, der Maler“ prasselte so vor sich hin: da eine Korrektur an einem Bild, dort ein wenig aufräumen, rasch eine kleine Zeichnung zwischendurch usw. Und Juergen druckte als Experiment mit MDF – Platten und baute seine „Fotografierecke“ in „Zellek5“ auf. Momentan wird ihm alles zu Ecke. Oder zu „strings“. In der Fotoecke  entstehen Bilder mit seinem „Seelenkasten“. Davon später mehr. „Hermann, der Vernetzer“ bezog seinen Atelierraum, indem er Kartons anschleppte, die später ausgepackt werden müssen. Und „Jella, die Energetische“ –  sie teilt sich mit „Hermann, dem Vernetzer“ seit Anfang Januar das Atelier, schleppte fleißig Kleinmöbel und Farben ran, die wohl bald zum Einsatz kommen werden.

    Ich stand staunend auf dem Flur und habe gedacht: da hält das pralle Leben mit Wucht Einzug!

    Buchalov

    For my english readers:

    It was sunday, but all in the studios were more than busy. I stood on the floor and saw the live totally coming in.

  • Was für ein Tag!

    IMG_6572Was für ein Tag! Juergen telefonierte mit mir und berichtete, dass in der Ateliergemeinschaft heute so richtig was los gewesen sei.

    „Rudolf der Bildhauer“ habe keine Skulptur, aber ein großes Bild verkauft und seine Weihnachtskasse damit echt aufgebessert. Beim gemeinsamen Mittagessen sei man in Geldern auf „Manten“ gestoßen und habe dort wirklich gut und deftig gegessen – ein weiterer Höhepunkt.  Dann seien die neuen Mietverträge unterschrieben worden und „Hermann der Vernetzte“ habe sich als neuer Mieter wirklich sympathisch gezeigt und sogleich kommunikativ mitgefochten. Er übernimmt das alte Atelier von Juergen. Und an seinen „Angelus – Druckskizzen“ habe er, Juergen, auch noch arbeiten können.

    „Boris der Maler“ sei auch kurz vorbeigekommen und habe von seinen Abenteuern auf der Mülldeponie in Pont, wohin er unseren Ateliermüll gebracht hatte, und der herzlichen Begrüssung dort berichtet: „Hey, Picasso, auch wieder da!“

    Juergen ging mehr als zufrieden ins Wochenende, schien mir.

    Buchalov

    For my english readers:

    What a day!

    Juergen telephoned with me and reported, that in the studio community today really important things were going on.

  • „Zelle k5“ und „rosa Zimmer“

    IMG_5711So, Juergen ist eingezogen. Seinen alten Atelierraum hat er aufgegeben und zwei neue Räume im gleichen Gebäude innerhalb der Ateliergemeinschaft bezogen. Juergen hat nun weniger Fläche zur Verfügung und ist mehr als gespannt, wie das auf seine zukünftigen Werke wirken wird. Es ist eine echte Umstellung.

    Den einen Raum nennt er „Zelle k5“, den anderen „das rosa Zimmer„. Juergen glaubt, dass man Räumen immer Namen geben sollte. Sie würden dann in Besitz genommen, meint er, sie würden durch den Namen Teil des Ganzen, Teil der eigenen Produkte, Teil des Prozesses.

    „Zelle k5“ steht für sein fünftes Atelier und mit „Zelle“ will er ausdrücken, das hat er mir irgendwann mal vor langer Zeit gesagt, dass von diesem Platz oder Raum etwas ausgehen soll: wie von einer Zelle, aus der andere Zellen erwachsen, aus der Energie frei wird, aus der nach Außen gewirkt wird. Sie sind ein Ort der Auseinandersetzung und des Dialogs und die Ergebnisse sollen über diesen Raum hinaus wirken. Wie auch immer. Zellen haben für ihn etwas „ur-haftes“.

    Dass der zweite Raum „rosa Zimmer“ heißt, hat mit dem Vorbesitzer zu tun. Dieser hatte diesem Ort den Namen gegeben und Juergen möchte in Erinnerung daran festhalten. Es ist mehr etwas Nostalgisches, keine programmatische Aussage, sagt Juergen.

    Buchalov

    For ma english readers:

    So, Juergen has relocated. He gave up his old studio space and referred two new rooms in the same building, within the old studio community. For Juergen now  less space is available and he is more than eager to see, how that will affect his future works. It’s a real change.

    The one area is called „Zelle k5“, the other „das rosa Zimmer“. Juergen believes, that we should always give names to the rooms. Then we  would take possession of them, he says, by giving them a name they would part of the whole, part of the own products, part of the process.