ein paar Plätzchen, für Buchalovs Salon,
morgen um 15 Uhr, Zelle k5, Geldern, Ostwall 3-5
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Juergen erzählte mir heute morgen, dass er im Copyshop gewesen sei, und dass er wie immer im Papiermuell rumgestöbert habe – die Abfallpapiere interessieren ihn immer sehr stark – und dabei sei ihm ein Riesenpapier mit grauen Lichtverläufen in die Finger geraten, und er sei sehr fasziniert gewesen sei. Warum? Keine Ahnung. Er habe es sogleich fotografiert.
Und dabei sei diese ältere Dame neben ihn getreten – wie aus einer anderen Welt sei sie ihm erschienen – und habe gefragt, was er da mache, warum er das fotografiere. Sie sei neben ihm stehen geblieben- freundlich, neugierig, interessiert und habe geschaut und geschaut und geschaut. Irgendwas sei geschehen.
Gut, habe ich gedacht. Gut!
Buchalov
Aber so ist das: zack, zack, schon hat sich ein Zahlendreher eingeschlichen und aus 2015 wird 2105. Unsere Atelierausstellung findet im Jahre 2105 statt. Das ist sicher. So steht es jedenfalls auf der Einladungskarte. Und das ist natürlich falsch. Mir selbst ist es nicht aufgefallen und Juergen wohl auch nicht. Aber andere schauen genauer als wir Beide, Gott sei Dank!
Dahinter verbirgt sich ein grundsätzliches Problem, meinte Juergen: wie gehe ich mit Fehlern um? Sind sie zufällig und belebend und eine Chance? Oder sind sie eine Katastrophe, die zu meiden ist?
Juergens Postion ist klar: >>> [ … ] Schichtfehler.
Buchalov