Das solle mal ein Leporello werden, meinte Juergen. Es fehle zwar noch einiges, aber das werde schon.
Ich habe geschluckt. Langanhaltend. Denn genau das bezweifle ich.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Bilder anschauen und dann frei digital zeichnen und später übertragen auf die Multiplexplatten und Linoleum – so geht Juergen momentan an seine neue Serie über den Dorsch heran. Und ergänzt das Ganze mit eigenen zeichnerischen Skizzen aus seinem Skizzenbuch, die ebenfalls den Weg auf die Druckplatten finden.
Es wird ein Leporello oder Buch mit Originaldrucken, Auflage fünf Exemplare. Es sieht nach verdammt viel Arbeit aus, wenn ich ihn da im Atelier sehe, Tag für Tag. Das mache ihm nichts, meinte er. Er habe Zeit. Na ja!
Buchalov
Der Punkt sei ja nicht, es so zu machen wie es noch niemand vorher getan habe, sondern so, wie man es vor sich verantworten könne. Die eigenen Werke müssten nur den eigenen Ansprüchen genügen. Basta! Und nicht einer vermeintlichen Zeitgemässheit. Oder der Meinung Anderer. Meinte Juergen.
Und bei ihm gehöre zum eigenen Anspruch auch die eigene Handschrift, seine Qualitätsansprüche und der Versuch wirklich Neues zu schaffen.
Recht hat er, sage ich.
Buchalov