Schlagwort: Holzschnitt

  • huschende Engel

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    Dreimal in den letzten Tagen, so sagte mir Juergen heute morgen, sei ihm wieder das Thema „Engel“ über den Weg gelaufen.

    Vor ein paar Tagen habe er Bilder von Bill Violas Video „five angels for the millenium“gesehen und sich erinnert, dass er die ja im Gasometer von Oberhausen selbst vor Jahren gesehen hatte und die technische Umsetzung mehr als faszinierend fand, aber dennoch die dahinterstehende Philosophie damals nicht erfassen konnte.

    Dann habe er vom Fernseher gesessen, gezappt und den Kanal „Astro TV“ erwischt und staunend Engelshoroskope aus dem Mund eines weiblichen Mediums vernommen, die aber im Stile einer Fernsehansagerin agierte, und sei baff gewesen mit welcher Ernsthaftigkeit Engelsbotschaften in Kombination mit der Wirkung von Steinen übers Telefon im Fernsehen verbreitet worden seien.

    Und er lese momentan mit hohem Interesse die Blogbeiträge von Suzsanne Haun, die er sehr schätze,  zum Thema Engel und spüre da ebenfalls eine hohe Ernsthaftigkeit, enormes Engelswissen und große Energie, die in den Zeichnungen als Visualisierung und als Teil ihres Lebens real würden.

    Von alledem hat er mir  erzählt. Und davon, dass in diesem Zuammenhang zwei hingehuschte Zeichnungen und ein kleiner Holzschnitt entstanden seien. Motiv? Engel. Hilft es? Kein bisschen. Warum dann? Um es irgendwie zu fassen.

    Er kommt dieser „Engelsache“ einfach nicht richtig auf die Spur. Da deckt sich so vieles nicht und scheint unsinnig oder ideologisch. Er spürt Notwendigkeiten, Ernsthaftigkeiten, Hoffnungen, Sinnfragen, viel Glaube, Religiöses, aber auch Irrationales, übersteigert Esoterisches, Kommerzielles, Verlagerung eigener Möglichkeiten auf Geistesgestalten, unterschiedliche Dialogebenen, gedankliche Extreme, Verabsolutierungen, Schwächungen des Ichs, Symbolik, Tranzendens. Und und und.

    Aber dennoch will er sich dem stellen. So sagt er. Wegen der Klarheit.

    Buchalov

  • Holzschnitt: warum?

    Juergen weis schon genau, warum er dem Holzschnitt als Technik die Stange hält.

    Ich besuchte ihn im Atelier „Zelle k4“ und sah wie er mit den unterschiedlichen Beiteln an seiner verlorenen Platte arbeitete. Er verwendet Multiplexplatten. Oft. Manchmal aber auch das Holz von Schrankrückwänden oder Abfallstücke aus dem Baumarkt oder wo man Holz eben sonst so findet. Den Einsatz von maschinellem Werkszeug wie einem Dremel hat er bisher verweigert.

    „Es ist das Haptische des Holzes und die Reduktion in der Ausführung und das Grobe im Ergebnis!“, sagte er als ich ihn auf seine Leidenschaft ansprach. „Der Zufall spielt auch eine Rolle, denn oft will das Holz nicht so wie ich will und ich muss mich dem Anpassen und schon sind Variationen in der Gestaltung notwendig. Das finde ich sehr reizvoll, weil experimentell. Und wenn es dann zukünftig körperlich zu anstrengend werden sollte, werde ich mal über maschinelle Hilfsmittel nachdenken.“ Über den Vorgang des Druckens haben wir nicht geredet.

    Buchalov

  • EdenEcken als Holzschnitte

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    Irgendwie treffen zwei Welten aufeinander: die digitalen Zeichnungen und der klassische Holzschnitt. Juergen hat nämlich begonnen, eine Auswahl der auf dem iPad gezeichneten „EdenEcken“ – sechs Stück – auf Multiplexplatten zu übertragen und realisiert die Skizzen nun als Holzschnitt. Er arbeitet nach dem Prinzip der verlorenen Platte und die letzte Platte wird in der Regel zu einem nachbearbeiteten Wandobjekt. Juergen meint, dass er damit schon einige Wochen beschäftigt sei. September wird es schon werden. Hin zu kommen wahrscheinlich auch noch drei Druckstöcke zusätzlich auf Moosgummibasis. Arbeitsdisziplin ist nun angesagt. Ich weiß, dass er das kann.

    Buchalov