Verhuscht: so kann Licht sein.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Die gesamte letzte Woche über habe ich Juergen in seinem Atelier, der Zelle k5, nicht angetroffen. Er bereitete mit Jörg Möller die gemeinsame Ausstellung „tun die nix“ vor.
„Und?“, fragte ich ihn heute morgen
„Der Tag danach ist der Tag danach“, meinte er.
Er sei sehr zufrieden: eine gute Hängung, genügend Besucher, ein wirklich gutes Zusammenspiel mit Jörg, gute Gespräche und verkauft habe man auch etwas.
Gefreut habe er sich sehr, die bekannten Gesichter mal wieder zu sehen und neue kennengelernt zu haben.
Er sei heute morgen noch einmal seinen Verteiler durchgegangen und habe geschaut, wer von seiner Seite so alles gekommen sei. Auch sei er noch einmal die Bilder im Geiste auf den Grad ihrer Verkaufbarkeit durchgegangen. Der Grund sei einfach, und er habe das schon einmal in seinem Projekt „Kunst kostet“ thematisiert. Das Kreative sei nicht zum Nulltarif zu bekommen, auch wenn dies manche erwarten würden. Und da müsse man halt auch mal schauen, was reinkommen könnte. Dies habe rein gar nichts mit der Qualität von Kunst zu tun oder der Annahme, das Kunst, die sich gut verkaufe, erfolgreiche Kunst sei.
Wichtiger aber sei ihm so manches Gespräch gewesen. Zum Beispiel das im dritten Raum über das Maschinelle in und mit unserem menschlichen Körper. Oder das über Herakles, die ewigen Themen der griechischen Mythologie und die Haut und die Bedeutung für uns heute. Oder das Gespräch nach seiner spontane Weigerung, ein Bild zu erklären.
Und da, wo Jörg und er beide leichte Bedenken erwartet hätten, bei der Art der Hängung, diesem Leichten, diesem „work in progress Charakter“, seien die aber nicht geäußert worden. Genau dass Gegenteil sei eingetreten.
Nur der Katalog, den er persönlich sehr gelungen finde, habe kaum Abnehmer gefunden. Aber die Ausstellung gehe ja noch bis Ende des Monats.
Buchalov
Die Überschrift meines heutigen Beitrags hört sich an, wie eine Einkaufsliste, ich wollte viel vom folgenden Inhalt unterbringen.
Berliner Blätter 02 2014 – 2 (c) Zeichnungen von J.Küster und 0007
Heute bin ich auf vom Begriff „Serie“ in der Kunst auf Monet gekommen.
Claude Monet war der erste, der eine Bilderserie malte. Er nahm damit die Herausforderung der Fotografie an. Die Fotografie übernahm die Funktion der Abbildung und somit schien die Malerei zuerst einmal sinnlos. Die Maler problematisierten somit die Wahrnehmung der Gegenstände und nicht mehr das reale Abbild!
Monet fuhr 1892 nach Rouen und mietete sich gerade über der Kathedrale ein, um immer wieder seinen Fensterausblick zur Kathedrale zu malen. Er fertigte so 30 Bilder die immer den gleichen Ausschnitt der Kathedrale zeigten und sich nur vom Licht und dem dargestellten Wetter unterschieden.
Leider…
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