Buchalov
Schlagwort: Jürgens Tagebuch
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im kleinen Moleskinband zeichnen
Er ist ja ein Freund des digitalen Zeichnens. Juergen schwärmt mir immer von seinem Programm „sketchbook“ und von seinem Zeichenbrett vor.Aber von den kleinen Moleskinbändchen kann er auch nicht lassen, glaube ich. Ich sehe immer, dass er eins davon in seiner Tasche vergräbt und gestern hat er mir Zeichnungen gezeigt, die er dann nur mit dem Fineliner so zwischen Tür und Angel in Ruhemomenten darin unterwegs erstellt. Als ich nachfragte meinte er, dass das Haptische eben auch toll sei und wenn die Zeichnungen „aufgeblasen“ würden, wären die einfach Klasse. Und sein Zeichenbrett könne er ja nicht überall mit hinschleppen.
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zu schnell
Manchmal sei er zu schnell, meinte Juergen selbstkritisch. Nicht bei der Arbeit selbst, aber bei der Entscheidung über die Frage, ob es nun fertig sei, ob das Gedachte und Getane trage. Er müsse mehr Sorgfalt bei der Prüfung der Ergebnisse an den Tag legen. Er sei bisweilen zu oberflächlich, meinte er.Ich fragte ihn, wo denn dieses Ansinnen herkomme. Juergen erzählte mir von Peter Freitag, dessen Atelier er in Berlin besucht habe und der im Gespräch deutlich machte, wie er stets prüfe, wäge, nachdenke, und dabei in sich hineinhorche, ob das Ergebnis mit dem, was er so tief innen denke und fühle vereinbar sei. Ob es mit seinem Koordinatensystem und seinem Konzept im Einklang sei. Und dann sei in der Regel das Ergebnis auch wirklich gut. Zumindest nach außen selbstbewusst vertretbar.
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