Schlagwort: Jürgens Tagebuch

  • spontan

    IMG_6475Vieles, so Juergen heute morgen, sei ja schon in seinen Werken harte Kopfarbeit, durchdacht, geplant und daher manchmal in seiner Wirkung auch schwer. Er sei damit bisweilen nicht zufrieden. Er wisse das. Und beneide auch die, die es leichter könnten.

    Aber manchmal gelinge ihm aus einem spontanen Impuls heraus auch Leichtes, Spielerisches. Einfach so. Man müsse dem halt nur nachgeben. Oder besser: spüren, wann man dem nachgeben muss und es dann einfach tun.

    So sei es auch letzte Woche gewesen. Mit seinem „Seelenkasten“. Das Ergebnis könne man hier auf „Zelle k5“ sehen: >> […]

    Buchalov

    For my english readers:

    Much, says Juergen this morning, was already hard mental work in his results, it was thought out, planned and therefore in its effects sometimes difficult. He was sometimes not happy with this situation. And he knew it. And envy even those, who could make it easier.

  • und er frage sich …

    IMG_6137Man könne es übersehen, meinte Juergen. Wenn aber der Blick ein bewusster sei und man mit wachem Auge durch die Welt laufe, würden einem diese Dinge schon auffallen. Er meinte die Zeichen, die Abweichungen, das Zufällige, die Irritationen, die Hinweise.

    Zum Beweis zeigte er mir eine Aufnahme, die auf der Wand im Untergeschoss eines Theaters in Berlin gefunden habe. Für ihn sei das keine Schmiererei, sondern eine Zeichnung. Eine spontane Zeichnung. Und er frage sich auch:  Warum dieses Motiv? Wer mache so etwas, mit welcher Absicht? Aus welchem Antrieb? Und er wisse, dass es keine klaren Antworten gebe und er wild spekulieren könne, wenn er wolle.

    Buchalov

    For my english readers:

    You could look over it, said Juergen. But if the view is a conscious and you walk through the world with a lively look, we could notice these things already. He meant the signs, the deviations, the accidental, the irritation.

  • Susanne und Juergen

    IMG_0968Susanne und Juergen sind „double bind“. Sagt nicht Juergen, sondern sage ich.

    Sie sind beide aneinander gebunden, freiwillig und erwartungsfroh, denn sie wollen gemeinsame Projekte realisieren. Eines davon ist die Beschäftigung mit Engeln ( hier geht es zur Darstellung des Projektes und Juergens ersten Ergebnissen: >>[…]) und während Susanne die Geschichte der Engel, ihre Ikonographie besonders fasziniert, geht es Juergen um einen Zugang, der seine innere Widersprüchlichkeit zu diesen Geistwesen in den Blick nehmen möchte. Juergen meint, dass dieses Thema „douple bind“ hilft, zu sich selbst zu finden, so wie es Klee in der Beschäftigung mit der Darstetllung seiner Engeln ja auch getan hat. Oder Grieshaber. Und es soll die Verhältnisse klären: das Reden, Denken und Fühlen über, mit, von Engeln steht auf der einen Seite und auf der anderen der Verstand, der aus Juergens Sicht eine ablehnende Haltung zu diesen Himmelswesen haben muss. Ob es Wesen sind, ob sie sind, ist ja schon die Frage. Juergen fühlt sich „double bind“ und ist mehr als skeptisch, wenn nicht sogar ablehnend, was die Existenz von Engeln anbelangt.

    Juergen ist auch an mich gebunden. Das weiß ich. Das hat Susanne Haun hier schön dargestellt.

    Und Susanne ist wahrscheinlich auch doppelt gebunden: einmal an sich selbst mit ihrem aufgeklärten Denken und andererseits in ihrer Liebe zur Ikonographie der Engel. Was wiederum auf sie selbst zurückweist.

    Und Susanne und Juergen sind auch örtlich doppelt gebunden: er hier in Wachtendonk, sie dort in Berlin.

    Na ja! Mal schauen!

    Buchalov

    Susanne and Juergen are „double bind.“ Says not Juergen, but me.

    For my english readers: