Schlagwort: Kern

  • im Netz

    IMG_3539Der Gedanke vom Kern als zentralem Element, oder der Zelle, müsse erweitert werden, meinte Juergen zu mir, den Gedanken von gestern aufgreifend. Für sein eigenes Kunstschaffen sei dies sehr wichtig.

    Als Vester in den Siebzigern den Gedanken vom vernetzten Lernen publiziert habe, sei das wie eine Erleuchtung für ihn gewesen. Und bis heute habe ihn auch in anderen Bereichn dieser Gedanke nicht losgelassen. Nicht nur das Lernen und die Anhäufung von Wissen geschehe in Form des Fortschreitens im Netz. Unserer gesamtes prozesshafte Voranschreiten im Leben sei so angelegt. Auch die eigene Entwicklung im kreativen Bereich. Wir würden nicht gradlinig vorangehen und uns entwickeln, sondern uns von Knoten zu Knoten in einem solchen Netz bewegen und dabei Netzfelder, bestehend aus den Verbindungen zwischen den Knoten bilden. Die Knoten seien Kerne.

    Man schreite in seiner persönlichen Entwicklung oder der künstlerischen nicht auf einer Treppe nach oben, wobei die nächste Stufe ohne die vorherige nicht erreichbar sei, sondern man wandere in einem Netz von Knoten zu Knoten, manchmal in Umwegen, und bilde Netzflächen als das Ergebnis der eigenen Entwicklung.

    So jedenfalls stelle er sich das vor.

    Nicht schlecht, habe ich gedacht.

    Buchalov

  • ein Kern

    IMG_3297Wir sind heute morgen gemeinsam ins Atelier „Zelle k5“ gefahren und haben mal geschaut, ob alles noch steht. Denn Juergen war jetzt vier Wochen unterwegs. Und es steht noch alles.

    Er zeigte mir dann bei einer Tasse Kaffee das Bild eines Aprikosenkerns auf seinem Handy und meinte, dass er zwischenzeitlich davon ganz fasziniert gewesen sei. Denn der Gedanke, dass sich das Wichtigste einer Sache oder eines Themas in einem Kern bündele und von da ausgehend wachse, bzw. entfalte, habe ihn immer schon sehr beschäftigt. Seine „Zellen“ seien auch ein Ergebnis dieser Faszination.

    Über das „Aber“ dieses Gedankens müsse aber auch noch geredet werden.

    Buchalov