
„Eine Katze ist eine Katze. Und doch mehr.“ Sagte Julia, Juergens Tochter.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Es war der erste Salon von noch einigen, die folgen werden, bei denen Juergen sich in diesem Winter regelmäßig mit geladenen Künstlergästen treffen will, jeden zweiten Sonntag im Monat, deshalb „2SIM„. Manchmal redet er auch von „Buchalovs Salon“.
Diesmal waren alle Künstler seiner Ateliergemeinschaft geladen. Diese alle terminlich unter einen Hut zu bringen ist immer schwer. Das weiss ich aus der Vergangenheit. Da ist immer sehr viel Individualismus im Spiel. Sie waren aber fast alle da, bis auf zwei. Na ja!
Ich habe den Kaffee gekocht, Juergen hatte vorher den Kuchen gebacken und nun verteilt, und wir haben geredet. Das war schön. einfach mal wieder reden, einfach so, über Gott und die Welt und auch über die Kunst und die anstehenden Kunstprojekte.
Juergen meinte auf der Rückfahrt, dass ihm drei Lichter aufgegangen seien.
Buchalov
„Boris der Maler“ hat Juergen gefragt, ob er etwas mit dieser riesigen Bananenkiste voller Fotos anfangen könne und Juergen hat sie genommen, beiseite gestellt und das wars. Vorerst.
Gestern haben wir uns in einer ruhigen Minute in die Fülle der selbsgeschossenen Bilder eingegraben, in diese alten Fotos. Wir haben sie angeschaut, einzeln, nichts verstanden, von dem, was wir gesehen haben, versucht, einen roten Faden zu finden und festgestellt, dass es die Fotos von unserem verstorbenen Künstlerkollegen sind: Bilder von jungen Frauen und alten Männern, von Bootsfahrten, von Austellungen, Picknicke auf der Wiese, Vögeln am Himmel, Sonnenuntergängen, Bilder von Familienfeiern und und und.
Ein ganzes Leben in einer Kiste, sagte Jürgen.
Buchalov