Es gibt eine Vorlage, ein aktuelles Projektthema, ein Zeichenbrett und „Husch – husch – Zeit“, die genutzt werden will. Und manchmal gibt es ein zeigbares Ergebnis.
Juergen
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Vieles, von dem, was man so täglich erledigt, ist nicht direkt geplant, sondern „läuft so ab“, spielerisch, absichtslos, weil es sich so ergibt.
Bei manchen Werken von Juergen habe ich den Eindruck, dass dies auch so geschieht. Wenn ich ihm über die Schulter sehe, „dann spielt er manchmal so rum“, ist zwar mit einem Thema beschäftigt und das findet sich auch wieder. Aber einiges geschieht absichtslos. Kein Plan. Es ergibt sich so.
Juergen hat mir gesagt, dass er das genießt, weil immer diszipliniert und pflichtbewusst agieren, sei öde. Er möchte auch schon mal spielen.
Bisweilen komme auch etwas Positives dabei heraus.
Buchalov
Es war ein verregneter Sonntag und zwei Alternativen standen an: im Schlafzimmer an meinem Aquarelltisch arbeiten oder ins Museum gehen und durch Schauen lernen.
Ich habe mich ins Auto gesetzt und bin nach Goch ins Museum gefahren, um mir die Videos von Nina Könnemann-Bann anzuschauen. Davon werde ich Juergen noch berichten, wegen der Themen, die sie aufgegriffen hat und der sparsam eingesetzten Mittel. Mit einfachen Maßnahmen war da geschickt eine Bühnensituation entstanden. Und auch die Solarisation, meine Lieblingsverfremdung bei Bildern, tauchte wieder auf.
Beim Rundgang durchs Haus, eine kleine ständige Sammlung, blieb ich dann vor einer schwebenden Skulptur hängen, die ich umrundete und die sich mir drehend näherte. Ich war so fasziniert, dass ich mir nicht den Namen des Künstlers gemerkt habe.
Buchalov