Schlagwort: Landschaft

  • Kunst und Kommerz

    „It’s raining dogs“, würde Juergen sagen. Wenn Hunde vom Himmel fallen, sollte man sich ruhig halten, zum Fenster hinaus schauen und nachdenken. Und in Kunstzeitungen blättern, lesen oder sich Notizen machen. Was ich heute alles getan habe.

    Und eindringlich darauf hinweisen, dass die Kunstblogparade weiterläuft. Sie geht heute in die letzte Woche. Frank Koebsch hat die Frage gestellt: Passen Kunst und Kommerz zusammen? Wie in den Wochen vorher sind alle herzlich zur Teilnahme eingeladen und wir freuen uns auf Eure Beiträge. Wie die Kunstblogparade abläuft kann man hier sehen: >>[…] Blogparade

    Buchalov

    „It’s raining dogs“ Juergen would say. If dogs are falling from the sky, you should be keep quiet, look out of the window and think about whatever you want. And take a look in art papers, and read, or make any notes. What I have did today.

    And yet I do a big point to the art blog carnival, it continues. Frank Koebsch asked the question: Does  art and art-commerce fit together?

  • Wirkung

    Juergen meinte heute morgen im Atelier – ich kam spontan vorbei – dass ich wohl die „Kunst – Blogparade“ ein wenig aus dem Blick verloren hätte. Nein, sagte ich, nichts sei vergessen. Heute würde ich schreiben. Gerne sogar. Was ich jetzt auch tue.

    Also: Wie beeinflusst das Internet die kunstschaffenden und die kunsterlebenden Menschen? So lautet Oliver Kohls Frage. Und zur Teilnahme sind alle herzlich aufgerufen!

    Für mich sei Tagebuchschreiben immer, schon seit meiner Jugendzeit, so sagte ich zu Juergen und dachte dabei los, wichtig gewesen. Oder besser: Notizen schreiben. Zur Vergegenwärtigung oder zur Klarstellung oder zur Verdeutlichung oder zur Problemlösung oder um Klarheit zu gewinnen oder um sich die Situationen noch einmal vors Auge zu holen oder um durch Wiederholen zu lernen: zu jeder Gelegenheit habe ich notiert und schriftlich festgehalten. Immer. Juergen hörte gespannt zu. Skizzenbücher, Moleskinbände, Rückseiten von Briefumschlägen, Papierreste im Atelier, Kladden, und und und. Auf allem habe ich gekritzelt. Es irgendwie gesammelt. Und jetzt hat der Blog bei wordpress diese Aufgabe übernommen. Die Notizen werden mit „evernote“ geschrieben, Fotos mit dem smartphone helfen bei der Dokumentation. Das Gekritzele finde immer noch statt, habe ich gesagt, aber nicht mehr so intensiv und wird ebenfalls dokumentiert. Ich sei etwas geordneter geworden.

    Juergen sagte dann, dass bei ihm durch das Internet eins besonders anders geworden sei: er sei nicht mehr so wild auf Ausstellungen, da er jetzt den Blog, seine Homepages und  Facebook als „Schaufenster“ benutze. Er habe den Eindruck, dass jetzt mehr Menschen seine Sachen sehen würden. Und viel direkter. Den Aufwand dafür von seiner Seite könne er noch nicht so genau abschätzen. Tägliche Arbeit sei es schon. Es mache ihm aber auch Spaß, viel Spaß, u.a. weil alles so direkt sei.

    Und dann meinte er noch, dass ihm ja der Dialog, das Gespräch mit anderen immer so wichtig sei. Und dass habe er jetzt im Internet ebenfalls. Wenn er ehrlich sei, sei das sogar intensiver als im „realen Alltag“. Vom Inhaltlichen her. Und menscheln würde es auch ganz schön. Gott sei Dank. Aber im Ernst: er lerne schon viel über sich und das Kunst machen. Das bringe ihn voran. Er fühle sich gut aufgehoben. Er habe unheimlich viele nette Leute kennengelernt.

    Der Schutz des Privaten, dass sei allerdings ein Thema. Das sei ein steter Kampf und sein Heumstöbern im Internet habe da sein Problembewusstsein schon sehr geschärft. Das halte auch an. Deshalb habe er auch so lange mit seiner Beteiligung bei Facebook gewartet. In der Ateliergemeinschaft sei dies ein ständiges Thema. Boris der Maler und Rudolf der Bildhauer seien nämlich bei diesem Thema massive Skeptiker und ein gutes Korrektiv.

    Buchalov

    For my english readers:

    How does the internet influence creative and artistic people? That is Oliver Kohl’s question this week in the „Kunst – Blogparade“. And all are invited to participate!

    For me journal writing has been important since I was young, I said to Juergen. Or better: to do notes. To make things present or to clarify or to solve problems or to see the situations again or to learn by repeating:  I have noted and recorded at every opportunity. Always. Juergen listened intently. Sketchbooks, Moleskinbooks, backs of envelopes, scraps of paper in the studio, notebooks, and so on. In particular, I have scribbled. And collected. And now the blog has taken on this task. The notes are written with „evernote“, photos are taken with the smartphone, to help to do a documentation. The „Gekritzele“ would take place still, I said, but not so intense and it was recorded too. I had become a little more orderly.

  • Hockney 2

    Juergen saß im Atelier an seinem Zeichentisch – er zieht momentan in kleinen Schritten in die neuen Räume um, aber davon später mal mehr – und hatte vor sich den dicken „Hockneywälzer“ liegen: „David Hockney, a bigger picture, Verlag Hirmer“.

    Er sei zwiegestalten, sagte Juergen. Auf der einen Seite finde er es toll, dass er mit seinem Ansatz das iPad zu nutzen nicht alleine sei, auf der anderen Seite habe das wieder so den Touch als wenn man einem großen Künstler, nämlich Hockney, nachäffe. Dabei verwende er, Juergen, das iPad aus eigenem Antrieb jetzt schon seit gut zwei Jahren. Da habe er von Hockneys Liebe zum Pad noch nichts gewusst. Juergen ist nämlich sein eigener Ansatz sehr wichtig. Es gäbe aber auch eine ganze Szene, die sich mit dem Zeichnen auf dem iPad beschäftige. Als Beispiel nannte er mir die folgende Seiten: Sketchbook, Simki68, fingerpainted

    Er sei mir auch noch einmal sehr dankbar dafür, dass ich seine Erfahrungen mit dem digitalen Zeichnen im Blog veröffentlicht habe.

    In der Ausstellung in Köln seien die ausgedruckten iPad – Bilder ja die größten gewesen. Das Problem der Pixeliegkeit bei Vergrößerung der Zeichnungen habe Hockney mit Hilfe einer Software gelöst, nur welche, sei ihm, Juergen,  immer noch nicht bekannt. Aber das wäre wichtig. Vielleicht kann ja jemand aus der Bloggemeinde mit seinem Wissen  helfen.

    Dass er die Drucke dann auf Dibondplatten aufgezogen habe, sei technisch eine wirklich gute Lösung. Für ihn, Juergen, sei das aber zu teuer. Da müssten dann Trägerplatten aus anderem Material her. Er denke an Holz, weil er Holz liebe. Oder ähnlichem Material.

    Hockney arbeite auf dem iPad auch anders als er, meinte Juergen. Hockney gehe als Maler natürlich malerisch an die Sache heran: Hintergründe erstellen und Schicht für Schicht durch Punkte, Linien und Schraffuren das Bild aufbauen, wenig radieren.

    Er, Juergen, gehe so vor, dass er von der Kontur her komme, zeichnerisch das Blatt fülle und durch die farbige Fläche den Figuren das Volumen gebe. Und ganz wichtig: er arbeite mit Layern, d.h. mit verschiedenen Ebenen, die sich übereinander legen lassen, in ihrer Transparenz verändern lassen und baue so Schicht für Schicht das Bild auf. Mit den Layern lasse sich auch gut experimentieren und verschiedene farbliche sowie kompositorische Varianten ausprobieren. Und er radiere viel, auf den Layern, weil durch die Radierlöcher die anderen Schichten zum Vorschein kämen und das nicht immer kalkulierbar sei und daher dem ganzen Bild viel Lebendigkeit gebe. Juergen meinte, er sei ja auch kein Maler, sondern eher ein Zeichner.

    Die Schnelligkeit des Vorgehens im Vergleich zur Aquerellierung als Versuch der Skizzierung wisse er genau wie Hockney schon sehr zu schätzen. Das möchte er nicht mehr missen. Und vom Zeichnen mit dem Finger sei er auch weg. Er benutze schon lange einen Stift. Er habe dann ein besseres Gefühl.

    Buchalov

    For my english readers:

    Juergen was sitting in the studio at his drawing board and was reading a big book of Hockney: „David Hockney, a bigger picture, Hirmer Verlag.“

    He was divided, said Juergen. On the one hand it’s great, that he can use the iPad with his own approach and he is not alone in doing this On the other hand it looks like imitation of the  great artist Hockney. He, Juergen, uses the iPad  now for over two years by its own initiative. At this time he hadn’t any knowledge about Hockney and his love to the iPad. His own approach is very important for Juergen. However, there is also quite a scene using the Pad for there drawings.